Da geht’s lang: (v. l.) Bauamts-Leiter Richard Kundler, Fremdenverkehrsverein-Vorsitzender Thomas Sprenzel, Bürgermeister Thomas Schmid, Christian Ruf von GaPa Tourismus und Projektleiter Heiko Düsterhöft mit den neuen Schildern. foto: pawlovsky

Wegweiser zu den Sehenswürdigkeiten

Garmisch-Partenkirchen - Die Hotelfachschule und der Fremdenverkehrsverein Garmisch-Partenkirchen haben eine Beschilderung für touristisch interessante Ziele im Ort entwickelt. Die Tafeln sind jetzt vorgestellt worden.

Garmisch-Partenkirchen hat viel zu bieten. Nicht nur die Bergwelt zieht zahlreiche Besucher an, auch im Ort selber gibt es einiges zu entdecken. Damit die Sehenswürdigkeiten auch für jeden auf Anhieb zu finden sind, hat sich Heiko Düsterhöft etwas einfallen lassen: eine Beschilderung für touristisch interessante Ziele innerorts.

„Die Idee ist jetzt sechs Jahre alt“, sagte er bei der Vorstellung der fertigen Schilder im Rathaus. Bis zur Umsetzung dauerte es nun so lange, da zwischen dem Fremdenverkehrsverein Garmisch-Partenkirchen (FVV), der Marktgemeinde und Garmisch-Partenkirchen Tourismus zunächst keine Einigung darüber erzielt werden konnte, wer die Kosten übernimmt.

Ausgearbeitet hat Düsterhöft das Konzept von September 2005 bis Mai 2006 mit zehn Schülern der Hotelfachschule Garmisch-Partenkirchen, an der er unterrichtet. In der gleichen Projektgruppe entstand bereits die Erstkonzeption für ein einheitliches Hotelleitsystem, das die Marktgemeinde heuer realisiert hat.

Deshalb freute sich Garmisch-Partenkirchens Bürgermeister Thomas Schmid (CSB), dass sich die Hotelfachschüler auch dieser Beschilderung angenommen haben. „Das ist ein großer Vorteil.“ Die Schüler, die aus ganz Deutschland kamen, hätten einen anderen Blick auf den Ort als Einheimische. Projektleiter Düsterhöft ist aber nicht nur Dozent, sondern auch Mitglied im FVV. So wurde das Projekt zu einer Gemeinschaftsarbeit.

„Heiko Düsterhöft gibt uns immer wieder gute Ideen und bringt den Ort weiter“, sagte Thomas Sprenzel, FVV-Vorsitzender. Beteiligt hat sich auch Christian Ruf von GaPa Tourismus. Die drei haben die Ziele und Standorte festgelegt. „Vorgabe war, dass alle Ziele fußläufig zu erreichen sind“, erklärte Düsterhöft. 27 Anlaufpunkte sind zusammen gekommen. Hinweise gibt es beispielsweise auf die Alte Kirche Garmisch oder die Partenkirchner Ludwigstraße. Farblich orientieren sich die Schilder an den Farben von Gapa Tourismus: brauner Grund mit grüner Umrahmung. Die Entfernungen von Tafel zu Tafel ist Sprenzel mit dem Fahrrad abgefahren.

Auf 7000 Euro belaufen sich die Kosten für die Beschilderung. Davon übernimmt der FVV 3700 Euro, der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband beteiligt sich mit 700 Euro. Die Marktgemeinde trägt die Ausgaben für die Pfosten und die Aufstellung. Diese soll im Frühjahr erfolgen. „Ostern wäre für uns ein idealer Termin, spätestens Pfingsten“, meint Düsterhöft. Das System ist so ausgelegt, dass es jederzeit ergänzt werden kann. „Wir haben uns jetzt zurückgezogen“, sagt Düsterhöft. Dies sei dann Aufgabe des Marktes und von GaPa Tourismus.

Julia Pawlovsky

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