Innige Klänge von den Weisenbläsern (v. l.) Markus Stimpfle, Maren Höhn, Peter Lukaszyk und Hans Korber. foto: kaiser

Weihnachtskonzert der Musikkapelle Garmisch

Garmisch-Partenkirchen - Die Musikkapelle Garmisch begeistert das Publikum im Festsaal Werdenfels. Beim 20. Weihnachtskonzert wechseln klassische mit modernen Stücken.

Mit dem heroischen Marsch „La Majesté“ von Georg Philipp Telemann hat das 20. Weihnachtskonzert der Musikkapelle Garmisch festlich begonnen. Unter der Leitung von Jürgen Klier präsentierten die 40 Musiker im fast restlos gefüllten Festsaal Werdenfels des Kongresshauses nicht nur das vielfältige Können des Blasorchesters. Auch die anderen Formationen erfreuten das Publikum mit anspruchsvollen Werken.

Damit dies weiterhin möglich ist, bat Vorsitzender Matthias Millian um Spenden zur Nachwuchsförderung, für Instrumente, Noten und Bekleidung. Bürgermeister Thomas Schmid ging mit guten Beispiel voran und gab bei seinem Grußwort ein Kuvert der Marktgemeinde ab. Das Weihnachtskonzert der Garmischer sei eine schöne Tradition, meinte er. Doch wenn jemand musiziere, wirke meist auch seine ganze Familie dabei irgendwie mit. Und genau diesen Familien sprach er seine Anerkennung aus, „denn ohne sie geht es nicht“.

Den weiteren Konzertverlauf eröffnete das ausgezeichnete Holzbläserquartett um Martina Lukasczyk, Andreas Güntsch, Markus und Paul Kollmannsberger mit Wolfgang Amadeus Mozarts „Ländler“. Anschließend ließ das volle Orchester die „Winter Symphony“ des zeitgenössischen holländischen Komponisten Vincent van den Bijlaard erklingen. In den vier Sätzen der Sinfonie, darunter originellerweise auch eine namens „Glühwein usw.“, geht es um das ganze Spektrum der Winterfreuden.

Bunt wie das Programm angelegt war, folgte das Volkslied „Ein Kind ist uns geboren“ - prächtig anzuhören von den fünf Weisenbläsern Maren und Oliver Höhn, Hans Korber, Peter Lukasczyk und Markus Stimpfle. Dann wurde die Musik aus dem Film „The Polar Express“ von Glen Ballard intoniert. Ausgesprochen virtuos war das Querflötensolo von Martina Lukaszyk mit Whitney Houstons Ohrwurm „One moment in time“, zu dem sie am Flügel von ihrem Bruder Stephan begleitet wurde. Eher modern auch ein Stück aus dem Disney-Film „Die Schöne und das Biest“, ehe klassische Stücke wie Händels „Tochter Zion“ oder Haydns „Festlicher Marsch“ angestimmt wurden.

Durch das Programm führte vortrefflich wie alle Jahre der Volksmusikant Werner Furtner. Der Abend klang dem Anlass gemäß prächtig aus: Ein Weihnachtslieder-Medley von Manfred Schneider erfreute die Zuhörer und das gemeinsam gesungene „Stille Nacht“ war der Schlusspunkt, ehe anhaltender Applaus die Musikanten für einen stilvollen Abend belohnte.

Wolfgang Kaiser

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