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Wird renoviert: das frühere Lido in Seeshaupt. Im Mai will Thilo Bischoff das „Haus am See“ eröffnen.

Ähndlwirt übernimmt Lokal in Seeshaupt

Weiteres Standbein für Thilo Bischoff

Neues aus der Gastro-Szene: Ähndlwirt Thilo Bischoff übernimmt das frühere Lido in Seeshaupt. Dort hat er Platz für Großveranstaltungen wie Hochzeiten oder Tagungen.

Murnau/Seeshaupt – Vor drei Jahren wurde der frühere Sternekoch Thilo Bischoff Wirt im Traditionslokal Ähndl. Das war damals ein Paukenschlag, denn vorher war er für die Küche im Murnauer Luxushotel Alpenhof und dessen Gourmettempel Reiterzimmer verantwortlich. 

Nun übernimmt der 42-Jährige erneut ein geschichtsträchtiges Gastro-Objekt: nämlich das Lido in Seeshaupt. Dort am Starnberger See will er, wenn alles klappt, am Montag, 1. Mai, ein weiteres Lokal eröffnen. Der Name steht schon fest: Haus am See.

Der Hintergrund des ehrgeizigen Projekts ist schnell erklärt: Im Ähndl habe er von Gästen viele Anfragen für große Veranstaltungen bekommen. Doch aufgrund des begrenzten Raumes konnte er solche Wünsche nicht erfüllen. In Seeshaupt hat er dazu hingegen die Möglichkeit. Hochzeiten, Tagungen und andere Großevents mit bis zu 180 Gästen – hierfür soll das Haus am See künftig den geeigneten Rahmen bieten. 

Geplant ist eine enge Zusammenarbeit mit dem Kölner Bauunternehmer Lars Kaiser, dem Eigentümer des ehemaligen Lido. Kaiser will im Spätsommer 2017 gleich daneben ein neues Hotel eröffnen. „Zwei Nachbarn, die sich perfekt ergänzen“, findet der Ähndl-Wirt. Es sei eine Symbiose, die da entstehe. Von Kaiser hat er die Immobilie gepachtet.

Bischoff gefällt die Örtlichkeit. „Es ist einfach ein schöner Platz.“ Momentan wird noch renoviert. Neu gestaltete Gasträume und ein prächtiger Bankettsaal sollen den Charakter des Lokals prägen. Die Sanierungskosten teilt sich der 42-Jährige mit dem Eigentümer.

Das À-la-Carte-Angebot soll so gestaltet werden wie im Ähndl. Vielleicht setze er wegen der Lage am See noch zwei, drei Fischgerichte auf die Karte, sagt Bischoff. In der Gaststube sowie im Biergarten wollen Bischoff und sein Geschäftsführer Stefan Köhler regionale Kost servieren. Küchenchef wird Bernd Musura, der vorher Sous-Chef im Ähndl war. In Sees- haupt wird einiges an Personal benötigt. Bischoff spricht von 20 bis 25 Mitarbeitern inklusive Aushilfen. Es wird ein Saisonbetrieb. Im Januar und Februar will er zusperren.

Beim Ähndl werde sich nichts ändern, verspricht er. Dort arbeite seit der Eröffnung im Jahr 2014 dieselbe Crew. Bischoff will Präsenz zeigen und künftig jeden Tag in jedem der beiden Betriebe sein.

Es steht zu vermuten, dass die Pacht in Seeshaupt nicht gerade günstig ist. Summen nennt Bischoff nicht. Doch er denkt, dass sich das Ganze rechnen wird. Für den Eigentümer und ihn, den Pächter, seien die Modalitäten „okay“. 

Wird ihm die Arbeit nicht irgendwann zu viel? Bischoff winkt ab. Wenn dem so wäre, würde er das Projekt in Seeshaupt nicht angehen. Allerdings will er künftig seinen Catering-Service „etwas zurückfahren“.

Roland Lory

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