Die renntaugliche Präparierung kostet: Bis zu 400 000 Euro zahlt die Gemeinde dafür 2012 an die BZB, weitere 200 000 fließen vom DSV und Weltcup-OK – auch um die Erlösausfälle der Zugspitzbahn zu kompensieren. foto: mm-archiv

Weltcup-Rennstrecken kosten mindestens 600 000 Euro

Garmisch-Partenkirchen - Die Ski-Weltcup-Rennen sind dem Markt lieb und teuer. Wieviel diese die Gemeinde tatsächlich kosten, ist erst jetzt auf dem Tisch. Die Finanzierung für 2013 und 2014 steht noch nicht.

Die Bayerischen Zugspitzbahn (BZB) hat den Pistendienst von der Kommune übernommen. Und jetzt steht fest: 600 000 Euro veranschlagt das Bergbahn-Unternehmen im besten Fall für die Präparierung der Strecken und seinen Erlösausfall.

Die vier Termine 2012 werden nun auf mehrheitlichen Beschluss des Gemeinderats mit bis zu 400 000 Euro gefördert - 200 000 fließen pauschal, die weiteren 200 000 erst nach Vorlage der Abrechnung durch das Organisationskomitee (OK) Ski-Weltcup - das heißt, sofern daraus ein zusätzlicher Unterstützungsbedarf hervorgeht. Um alle Kosten der Bayerischen Zugspitzbahn zu kompensieren, beteiligen sich zudem der Deutsche Skiverband (DSV) mit 150 000 und das OK mit 50 000 Euro. Während die Summe vom DSV eine Einmalzahlung für die Weltcups 2012 bis 2014 ist, hat sich das OK nur fürs kommende Jahr festgelegt. Was in den beiden darauffolgenden Jahren passiere, sei bislang nicht verhandelt, sagte OK-Geschäftsführer Peter Fischer.

Das Geld geht direkt an die Bayerische Zugspitzbahn (BZB). „600 000 Euro an Kosten kommen im besten Fall auf uns zu“, erklärte Technischer Vorstand Peter im Gemeinderat. „Im schlechtesten Fall können es 800 000 Euro werden.“

Nachdem die BZB allerdings den touristischen Skisport im Fokus hat, galt es, die Kosten für den Rennsport zu eruieren. Zu den Ausgaben für den Weltcup kommen übrigens noch jedes Jahr pauschal 25 000 Euro für die Präparierung der Trainigsstrecken sowie 85 000 Euro für Auf- und Abbau der Sicherheitsnetze auf die Kommune zu.

Nachdem nun feststeht, wie die vier Rennen 2012 finanziell geschultert werden, muss im kommenden Jahr über 2013 und 2014 verhandelt werden. „Dann will ich aber auch wissen, was das OK mit den Rennen verdient, die schließlich mit öffentlichen Geldern gefördert werden“, sagte Hans Schaffer (SPD). Eine Anregung, die auch die übrigen Gemeinderäte aufgriffen und schließlich beschlossen, dass die Abrechnung des Weltcup-OK bis 30. April 2012 vorliegen müsse.

Auf dieser Grundlage wird dann bis spätestens Ende Juni über die Förderhöhe für die folgenden beiden Jahre entschieden. Geht man davon aus, dass der Markt sich weiterhin mit 400 000 Euro beteiligt, steht bislang noch nicht fest, woher die verbleibenden 200 000 Euro kommen, um die BZB für Präparierung und Erlösausfall entsprechend zu entschädigen. „Die Prämisse ist, dass das OK die Zahlen offen legen muss“, betonte Johannes Eitzenberger, Geschäftsführender Beamter im Rathaus. Deshalb steht für ihn fest, dass im kommenden Jahr sowohl mit OK-Chef Peter Fischer als auch mit den Vertretern des DSV zwingend nachverhandelt werden müsse.

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