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Viel Auswahl auf komprimierter Fläche – damit punkten die Autotage.

Das erwartet die Besucher

Werdenfelser Autotage 2016 locken mit mehr Marken

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Garmisch-Partenkirchen - Größeres Angebot als Anreiz. Die Werdenfelser Autotage trumpfen bei ihrer 14. Auflage mit vier zusätzlichen Marken auf. Dafür fehlt etwas anderes.

Wenn er ihn doch nur hätte, den direkten Draht zum Wettergott. Dann würde Sven Wiggershaus nichts mehr aus der Ruhe bringen. Er wäre sich so gut wie sicher, dass die Werdenfelser Autotage am Samstag und Sonntag, 16. und 17. April, auch heuer ein Besuchermagnet werden. Doch wie das bei Veranstaltungen im Freien eben so ist. Der Koordinator, der beim Autohaus Heitz beschäftigt ist, hat es nicht in der Hand. Denn am Angebot soll der Erfolg der Ausstellung auch heuer bei ihrer 14. Auflage nicht scheitern. Dafür ist gesorgt.

Mehr als 220 Autos, Quads und Zweiräder zieren am Wochenende wieder das Areal vom Richard-Strauss- bis zum Marienplatz. Mit vier Marken mehr als sonst, insgesamt sind es 26 verschiedene. „Am deutschen Markt gibt es in etwa 32“, betont Wiggershaus, um die Dimension der Autotage deutlich zu machen. „Für einen Ort wie Garmisch-Partenkirchen ist es ein Wahnsinn, das auf eine Fläche zu bringen.“ Dass die Veranstaltung mittlerweile in der Branche Rang und Namen hat, beweist die beständige Anzahl der teilnehmenden Händler. 16 sind es heuer. Einer macht nach jahrelanger Pause auch wieder mit – das Autohaus Schwaller aus Murnau. „Dass einer zurückkommt“, sagt der Organisator, „zeigt den hohen Stellenwert.“

Nach Kooperation 2015: e-GAP nicht dabei

Während der Nissan-Händler in diesem Jahr wieder seine Modelle präsentiert, werden E-Fahrzeuge anders als 2015 heuer Mangelware bleiben. „e-GAP ist nicht dabei“, sagt Wiggershaus. Und das, obwohl erst im vergangenen Jahr die Kooperation geschlossen wurde. Die Gründe für die Absage des Kompetenzzentrums für Elektromobilität kennt er selbst nicht. Ebenso wenig weiß er, wie es künftig weitergeht. Deshalb bekommt der Besucher heuer auch nicht die Möglichkeit, Testfahrten mit entsprechenden Modellen zu machen. „Ein paar Ausstellungsstücke wird es aber sicherlich geben.“

Trotzdem wird das Publikum der größten Automobil-Ausstellung im Werdenfelser Land vergeblich nach freien Flächen suchen. Mehr Angebot, weniger Platz. „Es wird voller ausschauen“, sagt Wiggershaus. „Wir haben es geschafft, die Löcher zu füllen.“ Damit meint er zum Beispiel den Bereich vor dem Geschäft Hartenstein, der zuletzt wegen einer Baustelle noch nicht mit eingeplant werden konnte. Zum Opfer des großen Aufgebots fällt der Bobbycar-Parcours für die kleinen Gäste. Zumindest mal in diesem Jahr. Auf Hüpfburg oder das Luftballon-Modellieren dürfen sie sich aber wieder freuen.

BMW feiert heuer 100-jähriges Bestehen: Gibt's eine Überraschung?

Grundsätzlich setzen Wiggershaus und Co. nicht auf Innovationen beim Rahmenprogramm. Die Veranstaltung soll „keinen übertriebenen Event-Charakter“ bekommen. Der Fokus richtet sich auf die Autos. Zumindest ging das Konzept in der Vergangenheit auf. Das Kaufinteresse der Kunden stieg im Nachhinein, der Händler profitierte. „Jeder beißt vom Kuchen ab.“

Besonders könnte BMW den Besuchern ins Auge stechen. Der Konzern feiert heuer sein 100-jähriges Bestehen. „Die werden zum Geburtstag sicher was mitbringen“, vermutet Wiggershaus. „Sie rücken aber noch nicht raus, was sie machen.“ Der Organisator lässt sich gerne überraschen. Das gilt nicht für alles. Zum Beispiel fürs Wetter.

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