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Viel los war am Samstag bei den Werdenfelser Autotagen.

Spektakel in der Garmischer Fußgängerzone

Werdenfelser Autotage: Perfekter Start, verregnetes Ende

Garmisch-Partenkirchen - Einige verkaufte Autos, richtiges Glück mit dem Wetter und jede Menge Besucher: Zumindest am Samstag lief es für die Organisatoren der Werdenfelser Autotage optimal.

Ein vielfältiges Angebot hat die Besucher der Werdenfelser Autotage in Garmisch-Partenkirchen am Wochenende erwartet. Vom Familienkombi über das Freizeitmobil bis hin zum sportlichen Flitzer und einigen Sammler- sowie Nostalgiestücken war alles geboten. Der Sonntag bleibt mit kühlen Temperaturen und Dauerregen am Mittags nicht so gut in Erinnerung. Aber zumindest am Samstag dankten die Organisatoren Bettina Zopf und Sven Wiggershaus vom Autohaus Heitz mehrmals Petrus dafür, dass der angesagte Regen ausblieb. Von Beginn an herrschte am ersten Veranstaltungstag reger Betrieb zwischen Richard-Strauss-Platz und Marienplatz. Zur Mittagszeit war dem witzigen Stelzenläufer schon die erste Ration Luftballons ausgegangen, und Zopf freute sich bereits über zwei verkaufte Autos. „Wir sind perfekt gestartet“, erzählte die erfahrene Organisatorin. „Für Sonntag brauchen wir schon neue Ausstellungsstücke.“ 

Anders als in den Vorjahren sei heuer bei vielen Besuchern ein konkretes Interesse an ganz bestimmten Modellen zu spüren. Das ältere Publikum suchte nach kompakten SUVs, junge Paare und Familien schauten nach günstigen Angeboten. Und das sind einige. „Wir nutzen die Autotage ganz bewusst, um mit Vorurteilen abzubauen“, erklärte Zopf. „Viele Leute haben regelrechte Märchen im Kopf, was den Preis vieler Fahrzeuge betrifft.“ Ein weiterer Vorteil sei, dass man in der Fußgängerzone viele Leute erwischt, die nie ins Autohaus gekommen wären. „Aber natürlich verliert man auch den ein oder anderen Kunden, weil ein Mitbewerber das attraktivere Angebot hat“, war sich die Geschäftsführerin von Heitz bewusst. Dennoch stehen Zopf und Wiggershaus voll hinter den Autotagen und organisieren sie jedes Jahr wieder gerne. „Glücklicherweise verstehen sich alle Mitbewerber in der Branche gut und jeder sieht nur den Vorteil dieser Veranstaltung“, erklärten sie ihre Motivation.

Der Andrang und das rege Interesse am Samstag gaben ihnen Recht. Junge Burschen drängten sich um die Eyecatcher – den Porsche 911 GT3 RS, dem BWM i8 oder den extra hohen Mercedes-Jeep. Die ältere Generation streifte ein bisschen Nostalgie an den ausgestellten Oldtimern ab: Das älteste Honda-Modell oder die Isetta erfuhren unzählige Streicheleinheiten. Die Kinder blieben vermehrt bei der Hüpfburg und beim Automobil-Club Garmisch-Partenkirchen hängen. An seinem Stand konnte man auf Motorcross-Maschinen Probe sitzen und sich wie ein kleiner Rennfahrer fühlen. Felix, mit acht Jahren der jüngste aktive Trailfahrer im Verein, machte vor, wie es geht und schmiss sich ganz Profi für jedes Foto gekonnt in Pose. Ernster ging es da bei manchem konkreten Kaufinteressenten zu. Während die Skiveteranen des SC Partenkirchen diskutierten, ob man die modernen Ski auch in einem Opel Corsa verpacken kann, entbrannte um den neuen Fiat 500 eine hitzige Diskussion. Kosten, Nutzen und Design stellten manche Beziehung auf den Prüfstand.

Entspannt dagegen die Stimmung bei den Freizeitmobilen. Selbst Andreas Schneider, der „eigentlich nur zum Essen und bisschen neugierig sein“ hergekommen ist, gab zu, dass man sich doch mal genauer mit den neuen Modellen beschäftigen könnte. Ein Klassiker, erklärte Jörg Stichhaller vom Autohaus Hornung: „Die meisten kommen erst in den Tagen nach der Ausstellung für weitere Details zu uns. Darum haben wir hier auch gar keinen PC zur Verkaufsabwicklung dabei.“ Und so schlenderten alle gemütlich weiter – mit der ein oder andere Idee im Kopf.

Werdenfelser Autotage 2016 - die Bilder

Kathrin Schneitberger

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