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Freuen sich auf das anspruchsvolle Vorhaben: (v. l.) Vorsitzender Ferdl Brunnenmayer, die Josef- und Maria-Darsteller Georg Brennauer aus Mittenwald und Melanie Wolf aus Großweil sowie Spielleiter Josef Daser.

Die Werdenfelser Krippenfreunde starten eine Neu-Inszenierung

Ein Spiel, das berührt

Die Werdenfelser Krippenfreunde wagen sich nach fünf Jahren Pause an die Neu-Inszenierung von Otto Blümels Werk. Die erste Vorstellung findet am 15. Dezember im Kongresshaus statt.

Garmisch-Partenkirchen – Das Werdenfelser Krippenspiel ist einzigartig und außergewöhnlich, das „Wertvollste, was uns Otto Blümel hinterlassen hat“. Davon ist Adolf Rehm, der Ehrenvorsitzende der Krippenfreunde, überzeugt. Dabei war Blümel (1881 bis 1973), Lehrer und später Direktor der heutigen Fachschule für Holz und Gestaltung, in vielfältiger Weise der Werdenfelser Heimat verbunden, verewigte sich literarisch und schuf in den 1930er Jahren Designerarbeiten sowie Publikationen. Die meisten blieben unbekannt, anders als das Krippenspiel.

Rehm hatte in seiner Zeit als Vorsitzender ab 1982 die ersten Inszenierungen unter den Spielleitern Andreas Baumann und Franz Schropp ins Leben gerufen – mit großem Erfolg. Vor fünf Jahren legte der Verein eine Pause ein – die ist bald vorbei. In der kommenden Weihnachtszeit gibt es an drei Tagen wieder das Werdenfelser Krippenspiel im Garmisch-Partenkirchner Kongresshaus zu sehen. Und zwar mit einer Neu-Inszenierung von Josef Daser, der sich als Spielleiter und Schauspieler an der Großweiler Neuwirt-Bühne einen Namen gemacht hat.

Für Ferdl Brunnenmayer, Vorsitzender der Krippenfreunde, ist „das Blümel-Spiel nicht ein Krippenspiel wie jedes andere“. Der Ehrenbürger von Garmisch-Partenkirchen habe es mit viel Einfühlungsvermögen verstanden, „die Menschwerdung Christi besonders lebensnah in das Werdenfelser Land mit seinen dort lebenden Typen und seinem lebendigen Dialekt einzubauen“. Eine Selbstverständlichkeit, dass die Schauspieler unverfälschte Mundart sprechen und im Trachteng’wand vor entsprechender bäuerlicher Kulisse auftreten. Sie stammen, wie die Mitglieder der Krippenfreunde, nicht nur aus Garmisch-Partenkirchen, sondern bis aus dem benachbarten Loisach- und Isartal. Viele von ihnen spielen Brunnenmayer zufolge in ihren Heimatorten im dortigen Bauerntheater. Die Neu-Inszenierung stellt sie dabei vor eine anspruchsvolle Aufgabe.

Um dem Spiel einen ganz besonderen Rahmen zu verleihen, wird es mit stimmungsvollen Liedern und Weisen unterlegt. Unter der Leitung von Elisabeth Rehm-Wank treten dazu namhafte Musik- und Gesangsgruppen im Kongresshaus auf. „Gut 80 Mitwirkende sind vor und hinter der Bühne im Einsatz“, unterstreicht Brunnenmayer. Er freut sich bereits auf die neue Herausforderung und ist überzeugt: Das Krippenspiel wird allen Zuschauern eine wundervolle Einstimmung auf die Krippen- und Weihnachtzeit bescheren – wie alle bisherigen Aufführungen. „Die Inszenierung wird jeden Besucher im Innersten berühren.“

Termine und Tickets

Das Werdenfelser Krippenspiel ist an diesen Terminen im Kongresshaus in Garmisch-Partenkirchen zu sehen: Freitag, 15. Dezember, 19.30 Uhr; Samstag, 16. Dezember, 19.30 Uhr sowie Sonntag, 17. Dezember, 15.30 Uhr. Karten (19,50 Euro für Erwachsene, 12 Euro für Kinder bis 14 Jahre) gibt es ab sofort bei GAP-Ticket am Richard-Strauss-Platz, www.gap-ticket. de, Telefon 0 88 21/ 7 30 19 95 oder E-Mail info@gap-ticket.de sowie bei München-Ticket unter www.muenchen-ticket.de. Weitere Infos findet man unter www.krippenspiel.info.

Klaus Munz

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