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Umfangreicher Umbau: Hornung-Geschäftsführer Gerhard Lutz in der Halle, in der die Werkstatt entstehen soll. Im Hintergrund sind gut die Montagegruben zu sehen, die betoniert werden.10

Große Werkstatt in Eschenlohe geplant

Hornung investiert kräftig in Lkw-Sparte

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Eschenlohe - Früher wurden dort Ski-Bindungen montiert – künftig sollen im großen Stil Nutzfahrzeuge repariert werden. Das Autohaus Hornung hat einen Teil der ehemaligen Marker-Hallen in Eschenlohe gekauft und baut das Ganze für rund vier Millionen Euro zu einem Werkstattbetrieb um.

Das Geschäft mit Lastwagen und Transportern ist ein wichtiges Standbein für das Autohaus Hornung, das sein Stammhaus in Garmisch-Partenkirchen und einen weiteren Sitz in Penzberg hat. Der Vertragshändler der Marken Mercedes, Smart und Honda erwirtschaftet damit nach eigenen Angaben etwa ein Drittel des gesamten Jahresumsatzes, den er mit rund 80 Millionen Euro beziffert. Doch die vorhandenen Werkstätten für die schweren Fahrzeuge – zu den Kunden zählen beispielsweise Spediteure und Handwerker – platzen aus allen Nähten und sind mitunter in die Jahre gekommen. Also entschied man sich, die beiden Reparaturbetriebe in Eschenlohe zusammenzulegen – zu einer der größten Anlagen dieser Art hier in der Region.

„Der Standort liegt verkehrstechnisch ideal“, betont Geschäftsführer Gerhard Lutz. Zum einen befinde sich dieser ungefähr in der Mitte zwischen den bestehenden Hornung-Häusern und zum anderen habe man die beiden wichtigen Verkehrsachsen B 2 und A 95 direkt vor der Haustüre. Laut Lutz kaufte das Autohaus Hornung Ende 2015 dem Eigentümer, dem Maschinenbau-Spezialisten Kern Microtechnik, einen Teil der besagten Immobilie ab. Konkret handelt es sich um eine 2200 Quadratmeter große Fläche auf der Südseite der einstigen Marker-Hallen sowie 5700 Quadratmeter Grund im Freien – ausreichend Platz, um auch mit mächtigen Zugmaschinen samt Auflieger problemlos zu rangieren. Lutz schätzt, dass im Inneren theoretisch bis zu 15 Fahrzeuge gleichzeitig untergebracht werden können.

Die Umbauarbeiten sind gerade voll im Gange. Von dem Gebäudetrakt, der zuletzt als Lager vermietet worden war, bleibt im Prinzip nur die Hülle stehen. Er muss umfangreich umgebaut werden, um einen modernen Werkstattbetrieb zu realisieren, der 70 Stunden in der Woche alle Marken betreuen soll. Das fängt beim Betonieren der Montagegruben und dem Einbau der Tore an und hört bei der Schaffung des Ersatzteillagers und des Kundenempfangs auf, um nur einige Beispiele zu nennen. Die Pläne sind ehrgeizig: „Wir wollen heuer im September einziehen“, sagt Lutz. Am 8. Oktober soll die offizielle Eröffnung mit einem Tag der offenen Tür gefeiert werden.

Am neuen Standort – Betriebsleiter wird der langjährige Hornung-Mitarbeiter Josef Kreuzer – will die Firma mit 15 Beschäftigten aus den Niederlassungen in Garmisch-Partenkirchen und Penzberg starten. Trotz der Synergieeffekte soll es keine Entlassungen geben. Im Gegenteil: „Das Potential zum Wachstum ist da“, ist Lutz überzeugt. Eventuell werde man auch einen Teil des Verkaufs der Nutzfahrzeuge nach Eschenlohe verlegen. Die Pkw-Sparten bleiben in Garmisch-Partenkirchen und Penzberg bestehen – und werden erweitert. Der Platz dazu ist dann vorhanden. Insgesamt hat das Autohaus Hornung 160 Mitarbeiter.

In Eschenlohe wird der Großinvestor mit offenen Armen empfangen. „Wir sind sehr erfreut, dass dieser Betrieb hierher kommt. Das ist ideal“, sagt Bürgermeister Anton Kölbl (CSU). Damit entstünden vor Ort qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze. Und die Gemeinde könne auch gleich ihre eigenen Fahrzeuge, etwa die des Bauhofs oder der Feuerwehr, instand halten lassen.

Kern Microtechnik wollte sich zu den Gründen des Teilverkaufs der Halle nicht äußern.

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