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Wertvolle Hilfe ohne großes Aufsehen

Murnau - Fünf Jahre ist sie nun alt, die James Loeb-Gesellschaft, die schon jetzt auf eine dynamische Zeit zurückblicken kann. Denn eine Reihe von Projekten sind seit ihrer Gründung am 25. April 2011 realisiert, angeschoben, in Vorbereitung oder angedacht worden.

Vor 110 Jahren war James Loeb nach Murnau gekommen. Der amerikanische Mäzen mit deutsch-jüdischen Wurzeln förderte die Wissenschaften und handelte ohne großes Aufhebens immer wieder karitativ. Die James Loeb-Gesellschaft setzt sich dafür ein, dieses Engagement fortzusetzen und das Gedenken an ihn, der in den USA hochgeehrt, aber hier noch weitgehend unbekannt ist, wachzuhalten.

Das aktive Vereinsleben fasst sein Vorsitzender und ehemaliger Leiter der Klinik Hochried, Dr. Hermann Mayer, so zusammen: „Der Verein ist wie ein Adventskalender, in dem immer ein neues Türchen aufgeht.“ Neben einem Buch über die Musikalia James Loebs, die in der Stadtbibliothek Augsburg entdeckt wurden, einem wiederkehrenden Schulprojekt zwischen Klinikschule Hochried und James Loeb-Grundschule wird auch der deutsch-amerikanische Dialog immer intensiver.

Mit der Loeb Classical Library in Boston, die auf Initiative Loebs über 500 Werke der Antike in englischer Übersetzung umfasst, sind ab 2017 Übersetzungsworkshops in Murnau vorgesehen.

Seit Anfang Mai wird die erste James Loeb-Stipendiatin in Kooperation mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte München und dem Harvard Club München ein Forschungsprojekt realisieren. Die erste Loeb Lecture, ein Vortrag zu Renaissance und Antike, ist für Oktober dieses Jahres in Planung.

Eine Publikation unter der Schirmherrschaft der ehemaligen Leiterin des Schloßmuseums Murnau, Dr. Brigitte Salmen, die im Jahr 2000 eine umfassende Ausstellung über James Loeb im Schloßmuseum kuratiert hatte, steht kurz vor dem Abschluss. Die darin enthaltenen Artikel werden Leben und Werk James Loebs, auch mit Blick auf Murnau, interdisziplinär beleuchten.

Nicht zuletzt über das von James Loeb gestiftete alte Gemeindekrankenhaus, in dem viele Murnauer das Licht der Welt erblickten und das nun kreativen und regional wirtschaftenden Unternehmen einen Platz einräumen will, wird ein Beitrag geschrieben. „Auf dass sich noch viele Türen öffnen mögen“, betonte Mayer.

Für schwungvollen Swing und Jazz während der Geburtstagsfeier sorgten Walter Köglmayr, Orchesterleiter der Big Band des Staffelseegymnasiums, Hubert Schwingshandl, der Schwiegersohn von Gründungsmitglied Maria Rieger, Peter Kaps und Helmuth Hauck. Sigrid Panhans überreichte Dr. Mayer zum Dank ein Booklet über die Vereinsgeschichte, das den Auftakt für eine umfangreiche Dokumentation bildet.

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