Höchste Wert seit Wetteraufzeichnung erreicht

Wärmerekord auf der Zugspitze

Garmisch-Partenkirchen - Die Sonne schien selten, dennoch war der Juni  zu warm. Auf der Zugspitze wurde sogar die Spitzentemperatur geknackt.

Der Juni war in Garmisch-Partenkirchen trotz wechselhaften Verlaufs zu warm und zu nass. Außerdem schien laut Robert Schardt von der Wetterwarte die Sonne zu selten. Gleiches gilt für die Zugspitze.

Mit einer Monatsmitteltemperatur von 15,4 Grad lag der Juni in der Marktgemeinde um 1,6 Kelvin über dem langjährigen Mittel von 13,8 Grad. Drastisch wirkt dies im Vergleich zum kältesten registrierten Juni im Jahr 1923. Dieser hatte eine Durchschnittstemperatur von 10,7 Grad. 2003 hingegen verzeichnete die Wetterstation den heißesten Juni Garmisch-Partenkirchens mit einem Mittel von 19,6 Grad. Erstmals registrierte man in einem Juni 16,8 Grad auf dem höchsten Berg Deutschlands. Das ist der höchste Wert seit 1901 die Wetteraufzeichnungen begannen. In diesem sehr warmen Monat schrumpfte die Schneedecke auf der Zugspitze von 390 auf 265 Zentimeter.

Die höchste Temperatur in der Marktgemeinde erreichte der 24. Juni mit stolzen 31,3 Grad. Der Tiefstwert konnte am 10. mit 5,7 Grad erfasst werden. Bei einer Niederschlagssumme von 206 Liter pro Quadratmeter „war es in Garmisch-Partenkirchen zu nass“, sagt Schardt in seinem Rückblick. Es fiel 19 Prozent mehr Regen als der Normalwert von 174,3 Liter pro Quadratmeter. Dies ist jedoch kein Vergleich zum niederschlagreichsten Juni im Jahr 1979, in dem eine Gesamtmenge von 333,3 Liter pro Quadratmeter gemessen wurde.

Trotz der hohen Temperaturen schien die Sonne selten. Mit 147,8 Stunden liegt die Dauer 23,3 Stunden unter dem Normalwert von 171,1 Stunden. 1923 war nicht nur der kälteste registrierte Juni, sondern auch der sonnenärmste. Er brachte es auf lediglich 98 Stunden.

An neun Tagen registrierte die Wetterwarte Sturmböen der Stärke acht. Einmalig kam es zu orkanartigen Böen der Stärke elf und somit zu Windgeschwindigkeiten von 103 Kilometern und mehr. Das absolute Maximum lag bei 125 Kilometern.   

Max Scharffenberg

Rubriklistenbild: © dpa symbolbild

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Heiliger Bimbam: Algen im denkmalgeschützten Kirchlein
Modergeruch in der Luft, Algen an der Wand – der denkmalgeschützten Nikolauskapelle auf dem Eschenloher Kalvarienberg geht’s nass nei. Die Sorge, der Hausschwamm könnte …
Heiliger Bimbam: Algen im denkmalgeschützten Kirchlein
Die Berge: Kraftquell und Rückzugsort
Laura Dahlmeier ist das gelungen, was vor ihr noch kein Biathlet geschafft hat. Sie gewann bei einer WM fünf Titel. Dahlmeier ist ein Kind der Berge. Dort fühlt sie sich …
Die Berge: Kraftquell und Rückzugsort
Unbekannter fährt Schülerin an und flüchtet
Ein Autofahrer hat eine Schülerin (16) in Ohlstadt angefahren und ist geflüchtet, ohne sich um das Mädchen zu kümmern. Die Jugendliche wurde im Krankenhaus untersucht. …
Unbekannter fährt Schülerin an und flüchtet
Eschenlohe baut für finanziell Schwächere
Der Wohnungsbau ist im Moment in vielen Orten ein Top-Thema. Nun wird auch die Gemeinde Eschenlohe aktiv. Wenn alles klappt, entstehen an der Murnauer Straße auf zwei …
Eschenlohe baut für finanziell Schwächere

Kommentare