Schlager-Star Werner Böhm alias Gottlieb Wendehals gestorben: Vermutung zu Todesursache

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Oberbayern und Allgäuer ziehen an einem Strang: (v. l.) Christian Scheuerer (Bürgermeister Ohlstadt), Johann Gschwill (Halblech), Martin Kriner (LAG-Manager Zugspitz-Region), Stephan Rinke (Schwangau), Michael Gansler (Unterammergau), Landrat Anton Speer, Ethelbert Babl (Leader-Koordinator) und Georg Simon (Organisator Schleifmühlen).

Kommunen verbindet die sogenannte Ammergauer-Wetzsteinschicht

Bürgermeister planen Wetzstoa-Weg

Ohlstadt - Vorhaben mit Historie: Vier Gemeinden in Oberbayern und im Allgäu wollen einen Wetzstoa-Weg ins Leben rufen.  Das Projekt soll 16.000 Euro kosten. 

Er soll vom oberbayerischen Ohlstadt bis nach Schwangau im Ostallgäu führen: der als Leader-Projekt geplante Wetzstoa-Weg. Direkt beteiligt sind die vier Gemeinden Ohlstadt, Unterammergau, Halblech und Schwangau. Im Rahmen des 250-jährigen Jubiläums der Hagrainkapelle in Ohlstadt kamen nun auch die betroffenen Bürgermeister zusammen.

„Dass die Allgäuer in Sachen Leader-Projekt schon sehr erfahren sind, davon habe ich mich bereits vor einem Jahr bei einem ersten Treffen vor Ort überzeugen können“, begrüßte Ohlstadts Bürgermeister Christian Scheuerer (parteifrei) die Gäste. Die Freiluftmesse an der Kapelle, zelebriert von Pfarrer Christian Herrmann, war ein gebührender Rahmen, um zur Auftaktveranstaltung des gemeinsamen Vorhabens zu laden. Weil alle Erinnerungen an das alte Handwerk Wetzsteinschleifen verschwinden, sei es bereits eine Minute vor zwölf, um jetzt den Wetzstoa Weg in Angriff zu nehmen, sagte Scheuerer.

Blick in die Geschichte: Initiatoren mit einem alten Schleifmühlenstich aus dem Familienbesitz von Franz Geiger.

Viele Schleifmühlen waren im 16. Jahrhundert in der Region aktiv, denn das Kalksteinwetzen und -schleifen war ein gewichtiger Wirtschaftsfaktor und ein gutes Auskommen für viele Familien. Die Idee ist, die alte und historisch belegte Route zu reaktivieren und hier über das Handwerk zu informieren. „Für Touristen und Einheimische eine Attraktion der besonderen Art, weil man entlang des Weges kleinere Museen oder Besichtigungsstationen installieren kann“, blickt Scheuerer in die Zukunft. Er und seine Bürgermeister-Kollegen Stephan Rinke aus Schwangau, Johann Gschwill aus Halblech und Michael Gansler aus Unterammergau sind für diese Idee Feuer und Flamme. Der Tenor: Die Menschen sollen verstehen, wie wichtig die Wetzsteinmacherei einst für diese Region war.

Auch Landrat Anton Speer (Freie Wähler) zeigte sich begeistert über das Vorhaben und sprach den Beteiligten seine Unterstützung aus. Was die vier Kommunen verbindet, ist die so genannte Ammergauer-Wetzsteinschicht. Nach dem Abtragen des Gesteins wurde dieses in die Schleifmühlen gebracht und für den Vertrieb in ganz Europa bearbeitet. Im Freilichtmuseum Glentleiten und in der Schleifmühle Unterammergau können sich Interessierte bereits heute anschauen, wie damals gearbeitet wurde.

Kosten für das Projekt auf 16.000 Euro veranschlagt

„Da rührt sich jetzt richtig viel“, freute sich auch Ethelbert Babl vom Amt für Landwirtschaft in Kempten, der als Koordinator für EU-Leader-Projekte fürs Allgäu, für den Landkreis Weilheim-Schongau und seit eineinhalb Jahren auch für die Region Garmisch-Partenkirchen zuständig ist. In Ohlstadt sprach er den Initiatoren ein großes Lob für ihr Engagement aus, „denn ein gegenseitiger Austausch, wie er heute stattfindet, ist ein Garant für das gute Gelingen.“ Sowohl die Ostallgäuer als auch die Oberbayern zeigten in Sachen Wetzstoa Weg viel Herzblut und wollten gemeinsam an einem Strang ziehen. „Wenn begeisterte Leute da sind, die sich darum kümmern, wird das Thema auch in die Ortschaften getragen“, ist sich Babl sicher.

Babl erhält Unterstützung von Martin Kriner, dem Geschäftsführer der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Zugspitz-Region. So steht für das mit 16 000 Euro veranschlagte Projekt ein Leader-Zuschuss von 11 200 Euro im Raum. Das sind 70 Prozent, die erstattet werden, da es sich um ein Gemeinschafts-Projekt mit einer anderen LAG handelt. In diesem Fall gehen 8400 Euro an den Landkreis und 2800 Euro ins Ostallgäu. Den Rest der Investitionssumme teilen die Partner sich auf.

Gabriela Königbauer

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