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Faschings-Endspurt

Vorfreude auf den Unsinnigen Donnerstag im Isartal

Isartal - Es ist wieder soweit. Die Maschkera treiben in Mittenwald, Krün und Wallgau ihr Unwesen.

Unter verschiedenen Namen wird heuer am 4. Februar in ganz Deutschland, in Österreich und der Schweiz gefeiert. In Oberbayern ist der besondere Tag kurz vor dem Faschingsende als „Unsinniger Donnerstag“ bekannt. Doch nur mit wenigen Ortschaften in der Region lässt sich das Faschingstreiben im Isartal vergleichen. Auch in diesem Jahr werden wieder zigtausende Besucher erwartet, wenn um Schlag 12 Uhr die zwölf Mittenwalder Schellenrührer in den Obermarkt springen. Der Medienrummel wird übermorgen wie zu erwarten groß sein. Ob der bayerische Rundfunk oder Fernsehsender wie Arte und Sat1 – die traditionellen Maschkera stehen wortwörtlich im Rampenlicht. Und unter Beobachtung. Denn jedes Jahr säumen viele, viele Menschen die Straßen im Geigenbauort. Nicht wenige Besucher sind aufgrund dieser weitgreifenden Werbung schon Tage zuvor ins Isartal gekommen. 

„Für uns ist der Unsinnige Donnerstag in Mittenwald jährlich rot im Kalender angestrichen“, erzählt zum Beispiel Urlauberin Karin Becker aus dem rheinland-pfälzischen Maikammer. Von daheim kennt sie nur den Karneval, bei dem zwar auch große Straßenpartys gefeiert werden. Zu sehen gibt es dabei aber nur altbekannte Kostüme wie Cowboy, Hippie oder Teufelchen. Vor dem Jecken-Trubel flieht sie mit ihrem Mann regelmäßig. „Hier ist es traditioneller und echter“, lobt Becker. Etwas bange ist ihr jedoch vor dem Goaßbock-Maschkera. „Der hat mich letztes Jahr brutal erschreckt“, gesteht die 62-jährige mit einem Schmunzeln. Die Isartaler Maschkera stehen bereits in den Startlöchern und freuen sich über nicht allzu schlechte Wetteraussichten. Erst für den Abend ist Schneeregen vorausgesagt. Los geht das wilde Treiben am Unsinnigen Donnerstag ab 12 Uhr in den Ortskernen von Mittenwald, Krün und Wallgau. Um noch rechtzeitig einen Parkplatz beziehungsweise einen guten Platz hinter den Absperrungen zu ergattern, sollten die Gäste früh ins Isartal reisen.

Josef Hornsteiner

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