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Der Markt Murnau, hier eine Aufnahme aus der Luft, ist die einzige Landkreis-Gemeinde, die bei der Zugspitz Region GmbH nicht dabei ist.

Debatte über Zugspitz Region GmbH

Wiedereintritt Murnaus in Landkreis-Gesellschaft: CSU erhöht den Druck

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Murnau – Soll Murnau der Zugspitz Region GmbH wieder beitreten? Dieses Thema gewinnt in der Ortspolitik an Dynamik. Jetzt schaltet sich in die Debatte auch der CSU-Ortsverband ein – in Form einer Pressemitteilung und mit deutlichen Worten.

Der CSU-Ortsverband stärkt seiner Fraktion im Gemeinderat den Rücken und fordert eine Rückkehr des Marktes in die Gesellschaft, die den Landkreis voranbringen soll. „Für die positive Entwicklung unserer Region ist die Teilnahme Murnaus sowohl für den Landkreis als auch für die Marktgemeinde essentiell“, heißt es in dem Schreiben der Vorstandschaft.

Wie berichtet, war Murnau als zweitgrößter Landkreis-Ort vor über einem Jahr aus der damaligen Kreisentwicklungsgesellschaft (KEG), die dann in Zugspitz Region GmbH umbenannt wurde, ausgestiegen. Die Kampfabstimmung ging mit 14 zu 10 Stimmen recht knapp aus. Die Kritiker waren mit der Struktur und der Bilanz der Regionalentwicklung – Gesellschafter sind der Landkreis, die Landkreis-Kommunen sowie Partner – nicht zufrieden. Jetzt drängt die CSU-Fraktion zusammen mit den Freien Wählern auf eine erneute Abstimmung im Gemeinderat – und eine 180-Grad-Wendung. „Wir bedauern den Austritt der Marktgemeinde aus der Solidargemeinschaft sehr“, erklärt der CSU-Ortsverband, dessen Erster Vorsitzender Murnaus Altbürgermeister und Vize-Landrat Dr. Michael Rapp ist. Das Bündnis zu verlassen, sei ein „Unding“ gewesen. Die Nachteile Murnaus sind nach Ansicht der Christsozialen offenkundig. Sie verweisen etwa darauf, dass die Übernachtungsbetriebe nicht im Buchungsportal zu finden seien, Veranstaltungen nicht im Landkreis beworben würden, auf Messen keine Gastgeberverzeichnisse des Blauen Landes verteilt würden, die Landwirte nicht an der Vermarktung des Murnau-Werdenfelser Rindes beteiligt seien, der Ort beim geplanten Spitzenwanderweg kaum berücksichtigt werde und bei den anvisierten Projekten keine Mitsprache mehr habe. Dabei, so die CSU weiter, seien Klagen ernstgenommen und Reformen angepackt worden – beispielsweise was die Transparenz, die Beteiligung der Kreispolitik und die rasche Umsetzung von Vorschlägen angeht.

Bemerkenswert ist: Die CSU war 2015 an dem besagten Beschluss, der KEG Lebewohl zu sagen, nicht unbeteiligt. Zumindest drei ihrer insgesamt acht Gemeinderäte – Martin Bergmeister, Lorenz Brey und Andreas Müssig – senkten damals laut Protokoll der Verwaltung ebenfalls die Daumen. Und wie denken sie heute darüber? Bergmeister will sich noch nicht festlegen – und sich zuerst anhören, was die Zugspitz Region GmbH zu sagen hat. Deren Geschäftsführer soll nach einem Vorschlag der CSU dem Gemeinderat einen Besuch abstatten und berichten. Wenn eine Teilnahme für Murnau gut und finanzierbar sei, könne er sich das schon vorstellen, sagt Bergmeister. „Erst müssen die Fakten auf den Tisch.“ Er habe aber schon den Eindruck, dass sich die Gesellschaft positiv weiterentwickelt hat. Ähnlich sieht es Müssig. Er habe nichts gegen die Regionalentwicklung, stellt er klar. Im Gegenteil: Beispielsweise mache im Tourismus nur ein gemeinsames Vorgehen Sinn. Er war jedoch mit der Struktur der KEG nicht einverstanden. Inzwischen gebe es Signale, „dass sich einiges bewegt“. Er müsse sich aber erst ein genaues Bild machen, bevor er sich entscheidet. Sein Fraktionskollege Brey war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

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