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Sensible Phase fürs Wild (hier ein Kitz): Hundehalter sollten deshalb besonders gut auf ihre Tiere aufpassen.

Polizei

Spaziergänger finden schwer verletzten Rehbock

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Uffing – Mindestens zwei Rehböcke sind im Revier Uffing Nord gerissen worden – ganz offensichtlich von wildernden Hunden.

Besonders grausam: Eines der schwerst verletzten Tiere hatte sich nach der Hunde-Attacke wohl weitergeschleppt, ehe Spaziergänger es entdeckten und den Jäger verständigten. „Er erlöste den Rehbock durch einen Schuss“, sagt Harry Schleuder, der sich bei der Polizeiinspektion Murnau um die Bereiche Tier- und Jagdschutz kümmert. Das andere Wild war bereits tot, als es der Jäger fand.

Der Revierinhaber meldete die zwei Fälle vom 9. und 28. März am Freitag der Polizei. Schleuder weiß indes nicht, „wie hoch die Dunkelziffer ist“ – ob es also noch mehr gerissenes Wild gibt, das nur nicht entdeckt wurde. Bislang ist unklar, ob es sich um mehrere Hunde handelte. Im Dunkeln bleibt nach Angaben von Schleuder außerdem, ob die Tiere von zu Hause davongelaufen waren oder einfach nur die Halter nicht aufgepasst hatten. „So etwas ist in jedem Fall eine Sauerei“, betont Schleuder.

Zumal sich das Wild gerade in einer sensiblen Phase befindet: Viele Tiere bekommen gerade ihre Jungen oder sind hochträchtig und dadurch nur noch schwer in der Lage, vor einem wildernden Hund zu flüchten. Schleuder appelliert deshalb dringend an die Halter, so auf ihre Hunde zu achten, dass diese nicht ausbüchsen können. Wer sein Tier nicht in jeder Situation unter Kontrolle habe, müsse es anleinen, sagt der Polizeibeamte. Verstoße man im Jagdrevier dagegen, stelle dies eine Ordnungswidrigkeit dar, die „richtig Geld kosten kann“. Zudem geht der Halter das Risiko ein, dass der Jäger einen wildernden Hund im Fall der Fälle erschieße.

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Jäger zu Wildriss: Hund und Halter müssen ausgebildet werden

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