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"Winter im Park" um mindestens ein Jahr verschoben

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Peter Fischer
hat neue Pläne für die  Wintersaison. fotos:sehr-A.
Peter Fischer hat neue Pläne für die Wintersaison. fotos:sehr-A.

Garmisch-Partenkirchen - Skiclub Garmisch und GaPa-Tourismus halten dennoch an ihrer ehrgeizigen Idee fest.

Eigentlich hätten Ende August die ersten Marketing-Aktionen für ein außergewöhnliches Angebot starten sollen: „Winter im Park“. Doch inzwischen ist klar, dass es den Bubenzauber im Kurpark nicht geben wird. Zumindest heuer. „Die Idee ist aber nicht gestorben“, betont Garmisch-Partenkirchens Tourismus-Chef Peter Nagel. Das ehrgeizige Projekt, das er mit Peter Fischer vom Skiclub Garmisch auf die Beine stellen will, sei vorerst verschoben.

Anfang März, nach den Ski-Weltcup-Veranstaltungen, muss Nagel zufolge entschieden werden, ob es „Winter im Park“ dann zum Jahreswechsel 2013/14 geben soll. Die Idee war, wie berichtet, den Kurpark über einen längeren Zeitraum begleitend zur Wintersport-Woche zu integrieren: mit einem hochwertigen kulinarischen Angebot, mit Attraktionen wie beispielsweise einer Eislauffläche oder einer Langlauf-Loipe und mit großen Partys. Bislang hielten sich die Planer mit Zahlen zurück. Jetzt erklärt Nagel, dass für die Umsetzung mit einer Summe zwischen 150 000 und 170 000 Euro zu rechnen sei. Eine Hürde, die nur mit der Hilfe von Sponsoren gemeistert werden kann. Gespräche gab es Nagel zufolge mit fünf potenziellen Partnern. Zwei von ihnen wären bereit gewesen, das Risiko einzugehen. „Es hätte nur noch 30 000 bis 45 000 Euro gebraucht“, sagt der Tourismus-Chef. Doch dann kam alles anders.

Ausschlaggebend ist der Richtungswechsel, den der Skiclub Garmisch im nächsten Winter einschlägt. „Wir gehen raus aus dem Kurpark“, sagt Fischer über die neuen Pläne. Bereits beim City-Biathlon, der heuer für den 28. Dezember geplant ist, wird anschließend nicht mehr im Kurpark gefeiert. Grund: Zu wenig Besucher im vergangenen Jahr, zu wenig Stimmung. So war beispielsweise bei der Startnummern-Vergabe für die Herren-Skirennen die Fläche vor der Bühne kaum gefüllt. Das Konzept, im Kurpark zu feiern, habe bei der Ski-WM sehr gut funktioniert. Im Weltcup-Alltag sei das anders. Wo stattdessen gefeiert werden soll, mit dieser Aussage hält sich Fischer zu diesem Zeitpunkt noch zurück. Klar sei aber, dass der Skiclub das Programm gemeinsam mit GaPa-Tourismus und der Gemeinde aufzieht. „Die Kooperation bleibt“, betont Fischer.

Für Tourismus-Chef Nagel haben die neuen Pläne des Skiclubs aber dazu geführt, in Bezug auf „Winter in Park“ für heuer die Sinnfrage zu stellen. Ohne die Siegerehrungen im Kurpark bringe das Projekt nicht die gewünschten Synergie-Effekte. Die grundsätzliche Idee, betonten beide mit Nachdruck, sei aber nach wie vor gut. Ihre Vision werde nicht begraben.

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