Mit Löchern übersät: Der Bereich zwischen Kirche und Durchgangsstraße ist stark sanierungsbedürftig. Fotos (2): sj

Zentraler Dorfplatz vor der Umgestaltung

Eschenlohe - Eschenlohe steht in der Ortsmitte ein kostspieliges Großprojekt ins Haus: Es gilt, marode Flächen zu sanieren und Risiken für Fußgänger zu beseitigen.

Kleckern reicht nicht mehr - Eschenlohe muss am Dorf- sowie am Kirchenvorplatz voraussichtlich richtig klotzen. In diesem Abschnitt der Dorfmitte befinden sich (Asphalt-)Flächen in teilweise miserablem Zustand, zudem hat die Gemeinde zu handeln, um Fußgänger besser vor dem Verkehr zu schützen - immerhin ist hier die Hauptschulwegroute im Ort betroffen. Bürgermeister Anton Kölbl (CSU) warnt vor Schnellschüssen und Flickwerk. Schließlich gehe es in puncto Dorfgestaltung und Nutzbarkeit „um den wichtigsten Platz in der Gemeinde“ - und um jede Menge Geld. Denn: Es wird nach Ansicht von Kölbl „viele hunderttausend Euro“ kosten, den Bereich Dorf-/Kirchenvorplatz entsprechend zu überplanen und umzugestalten. „Das wird ein finanzieller Kraftakt“, betont Kölbl.

Zuletzt rückten Bauhofmitarbeiter im Herbst aus, um im Bereich des Lebensmittelgeschäfts Löcher im Asphalt provisorisch zu füllen. Doch auch auf dem nahen Kirchenvorplatz westlich der Straße, die sich in ordentlichem Zustand befindet, tun sich massive Schäden auf. Eine Teilasphaltierung für mindestens 35 000 Euro wäre nach Ansicht des Bürgermeisters hinausgeworfenes Geld. Denn hier fehlt es weiter: Der Untergrund sei in weiten Teilen nicht mehr tragfähig genug, die Höhen stimmten nicht, so dass Niederschläge nicht zum Gully fließen, Randsteine seien meist beschädigt und wiesen Senkungen auf.

Dazu kommt ein Sicherheitsrisiko - und bei diesem Punkt tendiert Kölbl durchaus zu einer raschen Übergangslösung. Bei einer Verkehrsbesichtigung mit Vertretern von Polizei und Landratsamt zeigte sich, dass Fußgänger, die aus Richtung Loisachbrücke kommen und gen Rathaus unterwegs sind - dafür steht am Dorfplatz nur auf der Ostseite ein nutzbarer Gehweg zur Verfügung - besser vor dem Verkehr geschützt werden müssen. Für Passanten, darunter viele Kinder auf dem Schulweg, gibt es einen markierten Streifen zwischen der fast höhengleichen Ortsdurchgangsstraße und den Geschäftsparkplätzen. Sie marschieren hinter den abgestellten Pkw vorbei. Klar ist: Der Weg für Fußgänger muss künftig direkt an den Gebäuden entlangführen. Der Platz fehlt dann indes für die Autos, sie müssten schräg zur oder längst an der Straße geparkt werden. Vielleicht, so Kölbl, stelle man in einem ersten Schritt Blumentröge auf, um den Autos quasi zurückzudrängen und einen Gehweg an den Häusern abzugrenzen.

Ansonsten plädiert der Bürgermeister gegen ein überhastetes Vorgehen und für eine vernünftige Gesamtplanung. Dann soll abgesteckt werden, wie hoch die Kosten genau ausfallen und aus welchen Fördertöpfen möglicherweise Zuschüsse fließen. Die Umsetzung könnte in mehreren Teilschritten erfolgen. „Es müsste eine völlig neue Dorfplatzgestaltung her“, weiß Kölbl. „Das ist nichts, was auf die Schnelle geht - das wird uns die nächsten Jahre beschäftigen.“ (sj)

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