Mitten durch die Wiese führt die neue Umfahrung – inklusive Aussichtskurve zum Rasten. foto: ha/archiv

Zuckerl für die neue Wallgauer Umfahrung

Wallgau - Gemeinde plant Sitzbänke, Info-Terminal und eine Panoramatafel.

Den Blick über Wallgau schweifen lassen, sich dabei über die umstehenden Berge informieren und kurz die Seele baumeln lassen: Das will die Gemeinde künftig ihren Gästen in einer „Aussichtskurve“ bieten - und zwar an der Umfahrung zur Risser Straße. Die Arbeiten für den Bypass starten in dieser Woche.

Diese werden deutlich günstiger als zunächst angenommen. Mit Kosten von 182 000 Euro rechnet das Dorf. Dank des G7-Gipfels gibt’s dafür eine satte Förderung des Freistaats über 80 Prozent. Ursprünglich war Wallgau von einem Gesamtbetrag von 351 000 Euro für die 110 Meter lange Trasse ausgegangen. Die erste Schätzung lag deutlich höher, um sicherzustellen, dass die daran angelehnte Finanzspritze den Gesamtbedarf tatsächlich deckt und die Kommune bei Mehrkosten nicht draufzahlt.

Nun gibt es aber durch die niedrigeren Kosten im Haushalt eingestellte „Mittel, die wir nicht abrufen müssen“, verdeutlichte Bürgermeister Hansjörg Zahler (CSU) in der Gemeinderatssitzung. Und die das Dorf nun direkt investieren will - in die Aussichtskurve. In einer ersten Vorplanung sind dabei fünf Kurzzeit-Parkplätze, ein Gehweg, Sitzbänke, eine Panoramatafel und ein Info-Schalter vorgesehen, an dem Urlauber Wissenswertes über den Ort und die Alpenwelt Karwendel erfahren. Mit Gesamtkosten von 100 000 Euro - 80 000 Euro für den Bau, 20 000 Euro für die Planung - rechnet Zahler. Diesen Entwurf, der nun zur Genehmigung beim Straßenbauamt in Weilheim eingereicht wird, segnete das Gremium ab.

Im besten Fall sollen die Arbeiten in der Kurve der Umfahrung bereits Ende April starten und „parallel zur Straße fertig werden“, nennt der Rathauschef das Ziel. Die Arbeiten am Bypass müssen am 25. Mai, zwei Wochen vor dem G7-Gipfel, abgeschlossen sein. Nur wenn er rechtzeitig fertig wird, die B11 pünktlich an die enge, verkehrsgeplagte Risser Straße anbindet und so zur Entlastung der Verkehrssituation während des Großereignisses beiträgt, gibt’s die staatliche Förderung. Zahler geht nach Vorgesprächen mit dem Straßenbauamt und der Regierung davon aus, dass dieses Vorhaben „im Schnelldurchlauf entschieden wird“- und zwar pro Aussichtskurve.

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