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Ideen für grenzüberschreitenden Tourismus haben (v.l.) Michael Fasser, Petra Fraune, Ursula Euler, Katrin Perktold, Nicole Fischer, Petra Vogt, Peter Nagel und Peter Ries.

Verwirklichung des Konzepts bis 2018

Neue Ideen für Tourismus ohne Grenzen

Garmisch-Partenkirchen - Weiterentwicklung und Verbesserung: Die touristische Kooperation Zugspitz Arena Bayern-Tirol präsentierte in Biberwier neue Ziele.  660 000 Euro an Fördergeldern von Seiten der EU sind ihnen zur Verfügung gestellt worden. 

Grenzenlose Zusammenarbeit im Tourismus, eine Erhöhung der Übernachtungszahlen, eine verlängerte Aufenthaltsdauer der Urlauber und die Verringerung der saisonalen Schwankungen.

Das ist es, was der Verein Zugspitz Arena Bayern Tirol – bestehend aus den Gemeinden Garmisch-Partenkirchen, Grainau und den zugehörigen Gemeinden der Zugspitz Arena in Tirol – weiterhin anstrebt. Eine grenzüberschreitende Gästekarte für das gesamte Zugspitz-Areal, bei der die Leistungen für Urlauber und Einheimische zusammengeführt und vereinheitlicht werden, soll unter anderem zum gewünschten Ziel führen. Diese und weitere zukunftsweisende Ideen sind nun von den Verantwortlichen der bayerisch-österreichischen Kooperation im tirolerischen Biberwier vorgestellt worden.

„Seit den Anfängen der Kooperation im Jahre 2014 wurden bereits viele Schritte in die richtige Richtung getan“, betonte Tourismusdirektor Peter Nagel. Michael Fasser von der Tiroler Zugspitz Arena verglich den „beachtlichen Erfolg“ der Kooperation hingegen mit dem der Ötztaler Alpen. Die Erfolgsgeschichte an der Zugspitze solle „nun in die zweite Runde geführt werden“. Wie dies konkret gelingen soll, erläutere Projektkoordinatorin Nicole Fischer. Autofreie Mobilität, eine Weiterentwicklung der Sport-Aktivitäten sowie ein gemeinsamer Vertrieb und verstärkte Vermarktung könnten das Entscheidungskriterium der Urlauber für die Region enorm verstärken. Rund 660 000 Euro seien dem Verein von Seiten der EU bis 2018 zur Verfügung gestellt worden.

Dieser setzt in Sachen Tourismus vor allem auf zahlreiche Angebote für Sportbegeisterte und Familien. Der Schnee-Express auf der Strecke zwischen Garmisch-Partenkirchen und Reutte/Vils wird Feriengästen und Einheimischen bald das ganze Jahr über zur Verfügung stehen. Die geplante Rundtour „Zugspitz 8“ - die sich in Form der Zahl 8 um die Tiroler Zugspitz Arena und das Wettersteingebirge erstreckt – gestaltet sich zukünftig mit ausgeschilderten Mountainbike-Trails, Erlebnisstationen für Kinder und Infotafeln als Höhepunkt für Jung und Alt.

Auch der „Trend Trailrunning“ wird bei der Zugspitz-Kooperation eine wichtige Rolle spielen. „Wir wollen die führende Trailrunning-Destination in Europa werden“, betonte Fischer. Dies klinge zwar „recht ehrgeizig“, sei jedoch machbar. „Die Nische, die sich in diesem Bereich geöffnet hat, wollen wir für uns nutzen und Sportlern optimale Konditionen bieten.“ Erweiterte Laufstrecken zwischen Garmisch-Partenkirchen und Ehrwald, informative Beschilderungen, Trailrunning-Camps und gezielte Werbung locken im Idealfall Läufer aus der ganzen Welt in das bayerisch-österreichische Alpen-Gebiet.

Grenzüberschreitend wird sich laut Fischer bis zum Sommer 2018 auch das Garmisch-Partenkirchner Alpen-Testival präsentieren, welches auf die Gemeinde Grainau und die Tiroler Zugspitz Arena erweitert wird. „Unsere Gäste haben zukünftig in der gesamten Region die Möglichkeit, Outdoor-Material zu testen.“ Auch dieses Angebot werde dem Sporttourismus in der Region einen großen Mehrwert bringen.

Das Zeitfenster für die Verwirklichung der Vorhaben ist passend zum Tourismuskonzept ebenfalls sportlich. Bis Ende 2018 sollen nämlich alle in die Tat umgesetzt werden. Fischer ist sich jedoch sicher: „Dank der sehr guten Kooperation zwischen den Gemeinden schaffen wir das.“


Magdalena Kratzer

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