Zugspitzbahn sperrt manche Pisten für Tourengeher

Garmisch-Partenkirchen - Die Bayerische Zugspitzbahn sperrt vier Talabfahrten für Tourengeher. Nur die Route über Standard-Tonihütten bleibt. Eine alternative Aufstiegsspur wird es wohl nicht geben.

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Jetzt hat die Bayerische Zugspitzbahn (BZB) den Schwarzen Peter - und wird ihn wohl nicht mehr los. Dessen ist sich der Technische Leiter Peter Huber bewusst. Denn es ist nun mal die BZB, die einer zweiten Aufstiegsspur für Tourengeher im Skigebiet Garmisch Classic in der Hauptausschusssitzung eine Absage erteilt hat (wir berichteten). Und es ist ebenfalls die BZB, die das Tourengehen im Skigebiet nun verbieten möchte - nur die bestehende Route bleibt.

Seit knapp einem Jahr setzt sich der Skitourensportlerverein für eine alternative Aufstiegsspur zur angebotenen Route über die Standard-Tonihütten ein. Nun endlich hat sich Gemeindesprecher Florian Nöbauer „auf der Zielgerade" gesehen, sprach im Vorfeld der entscheidenden Ausschusssitzung im Dezember von einer „einvernehmlichen Lösung für alle Beteiligten" - die es in dieser Form scheinbar nie gegeben hat. Denn Huber war nach eigener Aussage überrascht, welcher Vorschlag der BZB vorgelegt worden war: die ganztägige Öffnung der Olympia-Abfahrt für Tourengeher. Das sei aus sicherheitstechnischen Gründen nicht zu verantworten.

Die Route sei „absolut ungeeignet". Sie sei zu eng und zu steil - und damit zu gefährlich.

Robert Herz, Vorsitzender des Skitourenvereins, kann dieses Argument nicht nachvollziehen. Seiner Meinung nach liegt der Schlüssel in der Information: eine Beschilderung mit Verhaltensregeln und mit dem Hinweis zur Schwierigkeit der Route, zusätzlich zu einer klar ersichtlichen Absperrung - „dann funktioniert das". Huber sieht das anders. Zwei Welten prallen aufeinander. Eine Kompromisslösung scheint da aussichtslos.

Für die BZB stehen die zahlenden Kunden im Zentrum. Diese sollen „sicher und genussvoll" abfahren können. Um diese nicht zu stören, war in der vergangenen Saison die Aufstiegsspur nur für Tourengeher geöffnet worden. Die BZB sorgt für die Beschilderung, übernimmt Kontrollen und die Beschneiung auf einem Teil der Route. Das kostet, laut Huber 40 000 bis 50 000 Euro im Jahr.

Nun also rückt die BZB mit den Verbotsschildern an. Noch reagiert Herz auf diese Ankündigung gelassen. „Schauen wir mal, ob die BZB das wirklich durchzieht." Die Verantwortlichen sind entschlossen. Und es wird nicht beim Schilderaufstellen bleiben. Huber kündigt regelmäßige Kontrollen an. Anfangs setze man bei Verstößen noch auf das Verständnis der Tourengeher. „Wenn das nichts bringt, ist die letzte Konsequenz eine Unterlassungsklage." So wird Huber der Schwarze Peter wohl bleiben.

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