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Fahrgäste der Zugspitzbahn mussten am Sonntag starke Nerven mitbringen.

Geduldsprobe in luftiger Höhe

Zugspitzbahn ohne Strom: Fahrgäste mussten in Gondel ausharren - Grund ist jetzt klar

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  • Veronika Mahnkopf
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Ein Stromausfall hat am Sonntag die Zugspitzbahn lahmgelegt. Rund 200 Menschen mussten sich in Geduld üben. Nun wird nach der Ursache geforscht.

Update, Montag, 7. Mai, nachmittags:

Wie Matthias Stauch, Vorstand der bayerischen Zugspitzbahn, auf Nachfrage mitteilt, gehe man „von einer Überspannung im Netz“ als Auslöser für den Stromausfall aus. Gleiches habe sich auch in München ereignet, es sei von einer „Kettenreaktion“ auszugehen. Grundsätzlich müsse sich das Wartungsteam erst in den Bereich Energieversorgung bei der neuen Zugspitzbahn einarbeiten. Der Vorfall vom Sonntag sei „eine gute Lehrstunde“ gewesen. Stauch betonte, gut zu verstehen, dass so etwas „ein unangenehmes Gefühl“ bei den Passagieren auslöst. Positiv sei deshalb, dass ein Kabinenbegleiter mit an Bord war. Den stecken gebliebenen Fahrgästen sowohl der Zugspitzbahn als auch der Seilbahn habe man das Geld für die Tickets erstattet.

Update, Montag, 7. Mai, mittags:

Wie die Betreiberfirma auf Nachfrage mitteilt, blieb die Zugspitzbahn nach ein paar hundert Metern stehen. Die Zahnradbahn steckte demnach zwischen den beiden Tunnel fest. Zunächst sei der Stromausfall gar nicht bemerkt worden. Die Stromanzeige habe keinen Fehler gemeldet, das Notstromaggregat sei nicht angesprungen.

Nun werde intensiv nach dem Fehler gesucht, der den Ausfall bewirkt hat. Unterdessen teilt die Murnauer Polizei, die das am Montag auf der Zugspitze stattfindende Gipfeltreffen der geschäftsführenden Vorstände der beiden Koalitionsfraktionen betreut, auf Nachfrage mit, dass kein Politiker in der Gondel fest saß. Nur Alexander Dobrindt und Andrea Nahles waren bereits am Sonntag auf Deutschlands höchstem Berg, um sich im privaten Rahmen umzuschauen.Den Stromausfall hatten sie zwar mitbekommen, harrten aber im Sonnalpin gut eine Stunde aus bis die Bahn wieder fuhr.

Am Montag hatte Greenpeace mit einer Licht-Aktion auf der Zugspitze das Treffen angeprangert und damit auf das „Versagen“ der Bundesregierung hingewiesen.

Sonntag, 6. Mai:

Garmisch-Partenkirchen - Es ist eine Vorstellung, die erstmal keinen Spaß macht: Am Sonntag mussten rund 100 Menschen in den Gondeln der Zugspitzbahn ausharren. Weitere 100 saßen in der Zahnradbahn fest. Der Grund: ein Stromausfall. Das bestätigte ein Sprecher der Zugspitzbahn gegenüber dem BR.

Dem Bericht nach sei es gegen 16 Uhr zu dem Blackout gekommen. Der Grund dafür stand am frühen Abend noch nicht fest. Rund eine Stunde lang ging bei Zugspitz- und Zahnradbahn nichts mehr - doch dann kehrte der Strom zurück und alle Systeme konnten wieder hochgefahren werden. 

Die Zugspitzbahn ist ganz neu und erst seit 100 Tagen in Betrieb. An der Gipfelstation finden derzeit noch Bauarbeiten statt.

Zwei weitere Stromausfälle hatten unterdessen München und Zorneding in Schach gehalten. Zum einen war es in der Landeshauptstadt zu einem technischen Defekt in einem Umspannwerk gekommen. 30.000 Haushalte waren von dem Blackout betroffen. In Zorneding sorgte ein Dreijähriger für einen Stromausfall - durch einen kuriosen Unfall

Auch interessant: 

Video: Mit der Weltrekord-Bahn auf die Zugspitze

mes

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Kommentare

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Norden5Antwort
(1)(0)

Oh bitte ja, und noch ein bißchen Gewitter dazu ...

Fritz_AAntwort
(1)(0)

"Funktioniert denn in diesem Land überhaupt noch irgendetwas?"

Freilich: mein Computer. Und Ihrer offensichtlich auch.

"noch"
ich kenne aus "Urzeiten" noch Ausfälle von Sesselbahnen, Aufzügen, Ampeln, Lichtern, Herden …
Bei einem Aufzugausfall war mein Bruder schuld, das Problem konnte ich aber selbst so schnell lösen, dass es außer uns keiner gemerkt hat.

LexlegisAntwort
(2)(0)

Bisher hat die Energiewende die Versorgungssicherheit erhöht (siehe Statistik zu Ausfällen pro Jahr in Minuten), weil es mehr dezentrale Stromerzeuger gibt und nicht mehr 1 Kraftwerk, das ausfällt, eine ganze Region lahmlegt. Das wollen Altideologen natürlich nicht hören, alles Neue muss ja schlecht sein