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Sonne satt auf der Zugspitze. 

Zugspitze: Wärmster Tag seit 1900

Garmisch-Partenkirchen - Mit Winter hat das nur wenig zu tun: Der November war viel zu warm. Nur an fünf Tagen lag Schnee. 

Der November 2015 war in Garmisch-Partenkirchen „viel zu warm und deutlich zu trocken“. Diese Bilanz zieht Robert Schardt von der Wetterwarte. „Die Sonne machte viele Überstunden.“

Die höchste Tagestemperatur wurde am 3. November mit stolzen 22,8 Grad registriert, am 28. November hießt es bei -9,5 Grad zittern. Die bisher tiefste Temperatur wurde in Garmisch-Partenkirchen am 24. November 1975 mit -17,3°C gemessen. Die Mitteltemperatur lag im vergangenen Monat bei 5,4 Grad. Rekord ist der November 1963 mit 6,8 Grad, das tiefste Mittel gab es 1921 mit -2,4 Grad.

Im November fielen an Regen 57,8 Liter pro Quadratmeter – diese Menge liegt damit um 30,2 Litern unter dem Normalwert von 88,0 Liter pro Quadratmeter. Den Monatsrekord für November hält das Jahr 1944 mit einer Gesamtmenge von 275,9 Litern pro Quadratmetern. „Im November 2011 ist überhaupt kein Niederschlag registriert worden“, teilt Schardt mit. Heuer am 20. November wurde für Garmisch-Partenkirchen die maximale Tagesmenge des Monats mit 32,9 Litern gemessen.

Stattdessen gab es reichlich Sonnenschein. 117,9 Stunden lang schien die Sonne. Das waren immerhin 33,2 Stunden mehr als das Jahresmittel. Von wegen Winter: Eine Schneedecke wurde im November im Markt nur an fünf Tagen beobachtet.

Das Wetter auf der Zugspitze

Ähnlich wie unten in Garmisch-Partenkirchen sah es oben auf der Zugspitze aus: „Der November war auf Deutschlands höchstem Berg viel zu warm und deutlich zu trocken, berichtet Wetterbeobachter Robert Schardt. Auch die Sonne machte Überstunden. Rekord war am 8. November: 7,4° Grad. Dies ist der höchste Novemberwert seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1900. Die alte Höchstmarke datiert vom 16. November 2012 mit 7,3° Grad. Die Monatsmitteltemperatur lag mit -4,1 Grad über dem langjährigen Mittel von -7,1 Grad. Tiefste Temperatur: 22. November mit -18,8 Grad. Der Niederschlag betrug 110,0 Liter pro Quadratmeter – normal sind 158,2 Liter. 1952 mit 460 cm registriert. Dafür schien oft die Sonne: 149,1 Stunden lang (133,1 Stunden im Monatsschnitt). Übrigens: Am 20. November stürmten Böen mit bis 158 km/h auf dem Gipfel.

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