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Da staubt der Schnee: Björn Kierspel (l.) und Christian Wichan, der für den WSV Unterammergau startet, 2010 beim Weltcup-Finale auf der Rodelstrecke am Kainzenbad.

Rennen findet 2017 statt

Zuschuss für Rodel-Weltcup

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Garmisch-Partenkirchen - Finanzspritze für die Naturbahnrodler des SC Riessersee: Der Finanzausschuss bewilligte einen Zuschuss aus dem Sportfördertopf. 

Naturbahnrodeln ist populär – zumindest im Alpenraum. Die Sportler, die sich dieser Disziplin verschrieben haben, fanden durch die Trennung von den Kunstbahnrodlern zurück zu den Wurzeln. Schließlich wurden Rennen bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts ausschließlich auf verschneiten Waldwegen gefahren. Nach eigenen Welt- und Europameisterschaften gibt es seit 1992 auch einen Weltcup, der in sechs Wertungsläufen pro Saison wie bei den internationalen Meisterschaften im Einsitzer der Herren und Damen sowie in einem Doppelsitzer ausgetragen wird. Einer davon findet im Landkreis statt – in dem einen Jahr am Kainzenbad in Garmisch-Partenkirchen, im anderen an der Scherenauer Straße in Unterammergau.

Peter Rühl und seine Mannschaft sind 2017 wieder am Zug. Und dafür hat ihnen der Finanzausschuss des Marktgemeinderats jetzt ein Stück Planungssicherheit verschafft – durch die Zusage einer längerfristigen Unterstützung. 5000 Euro fließen aus dem Sondertopf zur Sportförderung an die Rennrodel-Abteilung des SC Riessersee. Zwar erfolgt diese Zusage vor der eigentlichen Frist – vorgesehen ist, dass Vereine ihre Anträge bis Anfang März stellen können. Was Bürgermeisterin Dr. Sigrid Meierhofer (SPD) allerdings für eine Ausnahme plädieren ließ, ist die Tatsache, dass Abteilungsleiter Rühl bereits im vergangenen März im Rathaus vorstellig geworden war. „Wir haben ihn immer wieder vertröstet“ – mit Hinblick auf die neuen Richtlinien. Das sahen letztlich alle Mitglieder des Ausschusses ein und segneten die 5000 Euro ab.

Wann das Rennen 2017 stattfindet, wird Rühl zufolge im April, spätestens im Mai in Absprache mit dem Internationalen Rennrodelverband (FIL) ausgemacht. „Wir achten immer auf die Termine des Ski-Weltcups, damit die Veranstaltungen nicht kollidieren.“ Deshalb kann er bislang nur sagen, dass sich die wagemutigen Rodler im Januar oder Februar die Bahn am Kainzenbad hinunterstürzen. Und für die Vorbereitung darauf hofft Rühl noch auf tatkräftige Helfer, nachdem ihm einiges an Personal mittlerweile abgesprungen ist. „Da suche ich noch nach einer Lösung.“ Feststeht derweil schon, dass die Strecke auf 800 Meter verkürzt wird – „die oberen 300 Meter sind zum Präparieren einfach zu aufwändig“. Darauf verzichtet das ehrenamtliche Team künftig – selbstverständlich in Absprache mit dem Verband.

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