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Ausfall wegen des G7-Gipfels

Zwangspause für die Isartal-Messe

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Mittenwald - Sie war ein Opfer des G7-Gipfels in Elmau – die Isartal-Messe in Mittenwald. Die beliebte Gewerbeschau, die alle zwei Jahre stattfindet, musste wegen des Politspektakels ausfallen. Eine Ausnahme.

Fünfmal schon vollzog die Arena Mittenwald eine Metamorphose. Vom Eisstadion in eine Ausstellungshalle, in der sich Stand an Stand reihte und in der Besucherscharen das breitgefächerte Angebot unter die Lupe nahmen. Im vergangenen Jahr wäre es nach dem Zweijahres-Rhythmus wieder soweit gewesen für die Verwandlung. Zu der kam es allerdings nicht. Die Gewerbeschau fiel dem G7-Gipfel in Schloss Elmau zum Opfer. Auch heuer wird’s nichts. Ein endgültiges Aus steht aber überhaupt nicht zur Debatte. Ganz im Gegenteil. Bei der sechsten Auflage sollen 2017, nach vier Jahren Unterbrechung, regionale Betriebe und Handwerker wieder eine Werbeplattform bekommen.

Die Isartal-Messe, die immer im Mai stattfindet, kurz vor dem Treffen der mächtigsten Regierungschefs auf die Beine zu stellen, wäre ein „Ding der Unmöglichkeit gewesen“, sagt Jutta Mayer. Es führte kein Weg daran vorbei, eine Zwangspause einzulegen. Die Entscheidung dafür, dieses Jahr nochmal auf die Gewerbeschau zu verzichten, hängt ebenfalls mit einem Groß-Ereignis zusammen: der Fußball-Europameisterschaft vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 in Frankreich. „Wir machen die Messe immer in der Lücke zwischen EM und WM“, verdeutlicht die Geschäftsführerin der Arena Mittenwald. An dieser traditionellen Termin-Regelung hält man fest.

Erst 2017 entpuppt sich das Eisstadion dann also wieder als Schaufenster für etwa 30 bis 40 Aussteller. So viele haben die Chance in der Vergangenheit genutzt, um Werbung in eigener Sache zu machen. Das genaue Datum kann Mayer noch nicht nennen. Die Planungen werden erst Ende August/Anfang September in Angriff genommen. Dann, wenn die Sommersaion vorbei ist. Rechtzeitig jedenfalls. „Die Aussteller brauchen immer etwa ein Dreivierteljahr Vorlaufzeit“, sagt Mayer aus Erfahrung. Die sollen sie auch bekommen, damit die Isartal-Messe in gewohnter Manier zum Erfolg wird. Das sie das war, daran besteht für die Mittenwalderin kein Zweifel. „Sie hat sich bewährt.“

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