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Setzen auf ein buntes Festprogramm: Rathauschefin Gisela Kieweg und Museumsleiter Franz Maier.

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Zweites Museumsfest am Bierlinghaus

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Bad Bayersoien - Die Premiere war ein Erfolg. Nun will Bad Bayersoien nachziehen. Beim zweiten Museumsfest gibt es Kabarett und Brücken-Infos.

Der Kurort Bad Bayersoien rüstet sich für eine besondere kulturelle Veranstaltung: Am Sonntag, 18. September, wird rund um das gemeindeeigene „Museum im Bierlinghaus“ das Museumsfest gefeiert. Geboten werden Kabarett, Musik, Kulinarisches und Fachliches zur Echelsbacher Brücke. Warum ein erfolgreiches Konzept nicht wiederholen?, dachten sich Bürgermeisterin Gisela Kieweg und das Museumsteam. Schließlich hatte die Festpremiere vor zwei Jahren die Erwartungen der Veranstalter übertroffen. Rund 300 Besucher strömten damals zur Dorfstraße. Gut, „Henkerstochter“-Autor Oliver Pötzsch als Stargast zog damals die meisten Gäste an, aber auch sonst konnte sich das Museum über Werbung nicht beklagen.

Nun also die zweite Auflage. „Das ist einfach ein nettes Ambiente“, schwärmt die Rathauschefin von der Örtlichkeit. „Das war mal ein anderes Fest so mitten im Dorf.“ Damit die Besucher auf ihre Kosten kommen, wurden heuer gleich zwei Highlights gestemmt. Über private Kontakte hat die Bürgermeisterin die Kabarettistin Christine Eixenberger nach Bayersoien gelockt. Die gebürtige Miesbacherin steht nicht nur auf der Bühne, sondern moderiert seit 2014 mit ihrem Kollegen Wolfgang Krebs die BR-Comedy-Talkshow „Habe die Ehre“. Eixenberger tritt in der neugestalteten Tenne des Museums auf.

Vortrag über Zukunft der Echelsbacher Brücke

Während die Kabarettistin für eher leichte Unterhaltung steht, hat Dr. Hermann Streicher technisches Wissen im Gepäck: Er ist im Staatlichen Bauamt Weilheim für den Straßenbau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen zuständig und referiert über „Geschichte und Zukunft der Echelsbacher Brücke“. Das unter Denkmalschutz stehende Bauwerk mit seinem 130 Meter lange Melan-Betonbogen über die Ammer, wurde 1930 eröffnet und wird bekanntlich demnächst aufwändig saniert. „Die Brücke hat einen engen Bezug zu uns“, sagt Soiens Rathauschefin Kieweg. „Hier interessiert es jeden, wie es damit weitergeht.“ Derzeit liegen übrigens die Umbaupläne im Rathaus öffentlich aus. Bayersoien war aber auch Kohleförderung am steilen Ammerhang und die Kaufmannsfamilie Bierling. Über beides wird mit Power-Point-Präsentation informiert. Der Kindergarten-, Schul- und Jugendförderverein sorgt mit alten Spielen – von Dosenwerfen über Stelzengehen bis Sackhüpfen – dafür, dass es dem Nachwuchs nicht langweilig wird. Für die musikalische Umrahmung sorgen der Kinderchor unter Martina Ammersinn-Schauer, ein Ziachspieler-Quartett und ein Musikerduo. Zudem können die aktuellen Ausstellungen zum Malwettbewerb „Bad Bayersoien in seinen schönsten Farben“ sowie die Fotoschau von Roland Richter bewundert werden. Franz Maier denkt über das Fest hinaus.

Das Museum sei wichtig, damit die Dorfgeschichte „nicht in Vergessenheit gerät“, sagt der Museumsleiter. „Wir wollen zeigen, dass Bayersoien noch etwas an Schätzen zu bieten hat.“ Damit die Arbeit der sechs ehrenamtlichen Helfer im Museumsteam weiter so gut läuft, „freuen wir uns über Spenden“, schmunzelt Maier. Übrigens: Wer die kostenlosen Karten für Kabarettistin Eixenberger ergattern will, muss sich sputen. Weil nur 80 Plätze in der Tenne zur Verfügung stehen, werden die Tickets (zwei pro Person) um 13.15 Uhr am Museum ausgegeben. Dafür sind die Karten kostenlos, genauso wie alle anderen Angebote.

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