Drei Kandidaten, zwei bleiben übrig: Wolfgang Hörl, Florian Scherf und Thomas Hack (von links).
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Drei Kandidaten, zwei bleiben übrig: Wolfgang Hörl, Florian Scherf und Thomas Hack (von links).

Bürgermeisteramt

Stichwahl in Schwabhausen

  • Torge Wester
    vonTorge Wester
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Die Bürgermeisterwahl in Schwabhausen ist noch nicht entschieden: Wolfgang Hörl (BBA) und Florian Scherf (CSU) gehen in die Stichwahl. Der dritte Kandidat ist draußen.

Schwabhausen – Es war keine riesen Überraschung, dass die Wähler in der Gemeinde Schwabhausen in zwei Wochen noch einmal abstimmen sollen, wer der neue Bürgermeister werden soll. Es war auch keine große Überraschung, dass im ersten Wahlgang gestern der kleine Außenseiter und Quereinsteiger Thomas Hack die Segel streichen musste. Eine kleine Überraschung war allerdings schon, dass sich der von Bürgerblock Arnbach und Freien Wählern Schwabhausen nominierte Wolfgang Hörl einen doch ordentlichen Vorsprung vor CSU-Bewerber Florian Scherf erarbeiten konnte. Bei Hack machten 804 Gemeindebürger ihr Kreuzchen (23,96 Prozent der abgegebenen Stimmen), für Scherf votierten 1016 (30,10 Prozent) und für Hörl 1541 (45,93).

Wichtig: Am 29. März ist Stichwahl in mehreren Kommunen. Ab 18 Uhr wird ausgezählt. Alle Ergebnisse, News und Reaktionen lesen Sie hier live im Stichwahl-Dachau-Ticker.

„Schade“, fand es Thomas Hack, dass es nicht gereicht hat. „Ich bin aber nicht so sehr enttäuscht, weil wir gezeigt haben, dass wir mithalten können. Die Zukunft gehört der UBV“, ist sich Hack sicher. „Das Wahlergebnis hat gezeigt, dass die Schwabhauser mutig sind, aber nicht so mutig, dass sie mich zum Bürgermeister wählen.“

Florian Scherf freute sich gestern Abend nach Bekanntwerden des Ergebnisses „über jede Stimme“, auch wenn „ich mir ein bisschen mehr erhofft hatte. Aber jetzt ist noch alles möglich.“ Angesichts des Rückstands sei es aber „auf jeden Fall schwierig“, diesen aufzuholen.

Wolfgang Hörl war die Anspannung lange Zeit anzumerken, während die drei Kandidaten einträchtig im Sitzungssaal des Rathauses die Zwischenstände auf der Leinwand verfolgten. Doch sein gutes Ergebnis zeichnete sich früh ab, Hörl konnte sich entspannen. „Sehr positiv“ sei sein Abschneiden, freute sich Hörl, „aber noch kein Grund zu feiern“. Er habe schon mit Florian Scherf als Kontrahenten in einer Stichwahl gerechnet, denn im Wahlkampf habe man den „Rückenwind gerade der Landkreis-CSU gespürt“.

Respekt habe ihm aber auch der Wahlkampf der UBV mit Thomas Hack und der Mobilisierung der Teams abgenötigt. „Das ist ja auch unser Weg, unter dem Slogan ,Kompetenzen, die sich ergänzen’“, sei ja die Gemeinderatsliste aufgestellt worden.

Alle drei Kandidaten sprachen von einem fairen Wahlkampf. Im Übrigen haben die beiden Stichwahl-Kanidaten gestern angekündigt, angesichts der Corona-Krise in den nächsten zwei Wochen keinen aufwendigen Wahlkampf mehr zu betreiben. Lediglich im Internet und bei der Plakatierung werde man noch ein wenig nachlegen.

Torge Wester

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