Der Vize möchte an die Spitze

Benediktbeuern - Wer wird neuer Bürgermeister in Benediktbeuern? Rudi Mühlhans und Hans Kiefersauer liefern sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. In unserer Serie stellt heute Hans Kiefersauer (CSU/Benediktbeurer Mitte) seine Ideen vor.

Welche Stärken hat Benediktbeuern, und wo muss in Zukunft angepackt werden? Als „absolut positiv“ bezeichnet Kiefersauer die Sanierungsarbeiten am Schwimmbad: „Das war dringend notwendig. Das Familienbad muss erhalten bleiben.“ Auch in Sachen Kindertagesstätte sei Benediktbeuern sehr gut aufgestellt.

Verbesserungswürdig findet Kiefersauer allerdings den Spielplatz im Gästepark neben dem Rathaus. Diesen in Kürze besser zu gestalten, hält er für wichtiger, als rasch mit der Umsetzung der Gästepark-Pläne zu beginnen. Von letzteren, so gibt er offen zu, sei er kein Freund. „Ich glaube, die Begeisterung über die Umgestaltung würde sich schnell wieder legen.“

Priorität haben für ihn deshalb andere Bereiche aus der Dorferneuerung. Zum Beispiel eine Neugestaltung von Dorfstraße und -platz (Bereich Marienkirche). „Das gehört für mich zusammen.“ Konkret denkt Kiefersauer an Sitzbänke und Brunnen, um einen „einladenden Zentralcharakter“ zu schaffen. Zum Kopfsteinpflaster in der Dorfstraße interessiert Kiefersauer die Meinung der Bürger: „Einerseits ist es ja laut, anderseits aber auch ortsbildprägend.“

Anpacken will Kiefersauer nochmal am Mühlenweg, der im November eingeweiht wurde. „Es wäre schön, wenn wir die jetzige ,Einbahnstraße‘ zu einem historischen Rundweg erweitern könnten.“ Und je nachdem, wie sich die Besucherzahl entwickle, könne er sich auch vorstellen, im Sommer gezielte Führungen anzubieten, etwa für Schulklassen.

Kiefersauer ist 52 Jahre alt, dreifacher Familienvater und selbstständiger Raumausstatter-Meister. Er sitzt seit 24 Jahren im Gemeinderat, davon zwölf Jahre als Zweiter Bürgermeister. Als Benediktbeuerns Stärke bezeichnet er auch das Gewerbegebiet. „Als wir es 1999 ausgewiesen haben, hätten wir nicht damit gerechnet, dass es 15 Jahre später schon so gut wie voll ist.“ Man habe da eher mit 25 Jahren gerechnet.

Und wohin soll es jetzt gehen? Kiefersauer schwebt erstmal vor, freie Gewerbeflächen und -räume auf einem neuen Info-Portal auf der Webseite der Gemeinde bekanntzumachen.

Denn das Bauen sei „ein Riesenproblem“ im Klosterdorf. „Benediktbeuern hat einen großen Stellenwert. Der Grund ist rar und teuer.“ Um für Einheimische Wohnraum zu schaffen, denkt Kiefersauer auch an genossenschaftliche Modelle. So könne die Kommune mithelfen, Familien am Ort zu halten.

In Sachen Energiewende setzt Kiefersauer erstmal darauf, das Einsparpotenzial in gemeindlichen Einrichtungen zu überprüfen. Als Herausforderung sieht er technische Neuerungen an der Kläranlage, die auf die Gemeinde demnächst zukommen. „Hier sollte man prüfen, ob wir nicht Photovoltaikanlagen errichten können.“ Auch das bereits angestoßene Wasserkraft-Projekt in Mariabrunn will Kiefersauer weiterverfolgen.

Von Christiane Mühlbauer

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