Windräder waren der Aufreger bei der FBL

Kammerberg - Das Thema Windkraft sorgte bei der Wahlkampfveranstaltung der Freien Bürgerliste Fahrenzhausen (FBL) für Aufregung.

Einem Besucher aus Lauterbach platzte am Donnerstag nach der Kandidatenvorstellung im Sportheim der Spielvereinigung der Kragen. Bürgermeisterkandidat Heinrich Stadlbauer und seine Mitstreiter hätten die geplanten Windräder im Weißlinger Holz bewusst außen vorgelassen, ja „verschwiegen“, lautete der Vorwurf.

Der Beschwerdeführer erhielt Unterstützung. Es war davon die Rede, dass man Lauterbach „platt machen“ wolle. Anlass für den Ärger bot eine von der Gemeinde nach langem hin und her ausgewiesene Konzentrationszone für Windräder. Für Zündstoff sorgte auch, dass FBL-Kandidat Vitus Hinterseher wohl erst kürzlich, vor Ablauf einer Frist, eine Planung für den Bau von Windkrafträdern eingereicht hatte. Hinterseher aus der Schusslinie zu nehmen, gelang zunächst nicht. Auch durch Stadlbauers Bekenntnis nicht, sein Wunsch sei es immer gewesen, „möglichst wenig“ Standorte auszuweisen. Er verwies zudem darauf, dass jetzt, da Seehofer Abstände von zwei Kilometern versprochen habe, sowieso alles offen sei. Hinterseher bezog schließlich selbst Stellung. Er räumte die Planung ein und verteidigte sie. Unter anderem damit, dass es sich auch um ein Projekt handeln könne, an dem sich Bürger beteiligen könnten. Am Ende einigte man sich auf einen Dialog. „Kommt nach Lauterbach, aber zieht Euch warm an“, lud der Beschwerdeführer ein. Stadlbauer sagte zu. Er habe nichts gegen ein klärendes Gespräch, jederzeit, auch ganz privat, gab Stadlbauer zu verstehen.

Als Spitzenkandidaten der FBL hatten sich neben Stadlbauer auch die Gemeinderatsmitglieder Eva Stocker (Platz 3) und Heinrich Kislinger (Platz 4) präsentiert. Letzterer hob seine Rolle als „Breitbandpate“ und das Bemühen um eine bessere Versorgung mit DSL hervor. Stocker, die Sozialreferentin ist, erwarte „einen Schub“ für die Gemeinde, wenn Stadlbauer Bürgermeister wird.

Der an Platz 8 nominierte Versicherungs- und Immobilienmakler Korbinian Hagn versprach „Neues zu machen“ und für mehr Lockerheit im Gemeinderat sorgen zu wollen. „Zusammen was voranbringen und als Vertreter der jungen Generation anschieben“, das war auch das erklärte Ziel des an Platz 10 gesetzten Maschinenbaustudenten Dominik Eff.

Insgesamt bewerben sich 16 BFL-Kandidaten um einen Sitz im Gemeinderat Fahrenzhausen. (af)

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