Das Team der AfK: (hinten v. l.) Johannes Zahler, Josef Block, Christian Weiermann, Andreas Wackerle, Jürgen Seidel, Georg Schober, Bernhard Kriner, Engelbert Paschek, Peter Schmid, Herbert Krause, Andreas Paschek, Marcus Lunz, (vorne v. l.) Maria Seidel, Michael Nimser, Ferdinand Glasl, Martin Schober und Verena Mandl. Foto: Martin

Kommunalwahl

AfK will Kräfte wieder gleich verteilen

Krün - 22 Kandidaten stehen für "Aktiv für Krün" auf der Liste. Sie wollen bei der Wahl in den Gemeinderat einziehen - oder zumindest das Kräfteverhältnis zur CSU verändern...

Wenn es nach der Statistik geht, hat die Gruppierung „Aktiv für Krün“ (AfK) schon ihren ersten Wahlsieg gegen die CSU errungen: Ganze 22 Kandidaten für die Gemeinderatswahl hat Ortschef Georg Schober zusammengebracht - bei den Schwarzen sind es 13. Und auch in Sachen Nachwuchs legt die AfK noch einen oben drauf: Fünf Bewerber sind nicht älter als 30 Jahre (CSU: 3). Diese Zahlenspiele aber bringen nichts, wenn die Wähler im März 2014 ihr Kreuz an der aus AfK-Sicht falschen Stelle machen.

Peter Schmid, Listenplatz 14, bezog klar Stellung, als er sich den anderen Mitgliedern kurz vorstellte: „Ich würde mir wünschen, dass wir mehr werden im Gemeinderat, damit wir was zu sagen haben“, sagte er und fügte an: „Und, damit die Schwarzen nicht ganz so viele sind.“ Ansonsten hielten sich die Kandidaten mit Kampfansagen zurück. Listenanführer Schober bestätigte aber, dass sich nach der vergangenen Wahl „das Kräfteverhältnis zugunsten einer Fraktion verschoben“ habe. Derzeit hat die CSU mit sechs Gemeinderäten die Hälfte aller Sitze. Auf zwei kommt die Bürgerliche Wählergemeinschaft, auf einen die Freie Wählergemeinschaft. Die AfK ist mit drei Vertretern die zweitgrößte Fraktion.

Wie viele Gemeinderäte es nach der kommenden Wahl sein sollen, darauf legte sich Schober nicht fest. Aber er erinnerte an die Wahlperiode zuvor, in der keine Gruppierung eine deutliche Mehrheit hatte. „Es lag nahe, zusammenzuarbeiten.“ Das habe das damalige Gremium „ausgezeichnet“.

Eine solche Situation wünscht sich die AfK wieder. Sticheleien im Wahlkampf sind aber nicht zu erwarten. Schober betont: „Wir wollen nach wie vor unseren Bürgermeister Thomas Schwarzenberger unterstützen und mit ihm zusammenarbeiten.“ Der CSU-Mann hat in Krün überhaupt keine Konkurrenz zu fürchten.

Nur seinen Gemeinderäten will die AfK ihre Sitze streitig machen. Und dafür sieht Schober sein Team gut aufgestellt: Die einstimmig abgesegnete Liste, auf der die amtierenden Gemeinderäte die ersten drei Plätze belegen, vereint „bewährte und neue, junge sowie motivierte Kandidaten“, sagte Schober, der betonte: „In einem kleinen Gemeinderat wie Krün sollen die Parteiinteressen hinter den örtlichen Persönlichkeiten zurückstehen.“ Die AfK sei eine „parteiunabhängige Alternative“.

Und in der hat er als Mitbegründer so viel Spaß wie noch nie - dabei gibt es die Gruppierung immerhin schon seit zwei Wahlperioden. Aber vor allem in diesem Jahr sei „der Funke so richtig übergesprungen“. Auf der Suche nach Bewerbern brauchte es nicht viel Überzeugungskraft. „Viele wollten einfach dabei sein. Für sie ist das keine Belastung. Jeder setzt sich ein und hat Ideen“, schwärmt der Alpenhof-Chef von seinem Team.

Auch mit der vergangenen Periode ist Schober zufrieden: „Ich habe mir unsere Ziele von vor sechs Jahren angeschaut. Und wir haben sie fast alle erreicht.“ Naturerlebnisweg, Isarbrücke, Beschilderungssystem. Die Hauptthemen sind umgesetzt worden. Gut so, findet Schober. So soll’s weitergehen.

Also fast. Nur mit ein paar Sitzen mehr vielleicht.

(kma)

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