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Der Landratskandidat der FDP heißt Martin Eberhard

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Die FDP im Landkreis Miesbach schickt Martin Eberhard ins Rennen um den Landratsposten.  Links: Kreisvorsitzende Ursula Lex. © Andreas Leder

Miesbach - Das Geheimnis ist gelüftet: Die FDP im Landkreis Miesbach schickt Martin Eberhard ins Rennen um den Landratsposten. Er fordert CSU-Landrat Jakob Kreidl heraus.

Martin Eberhard (52), Gemeinderat der Liste FDP/Aktive Bürger in Irschenberg, soll ein Wunder vollbringen. Die FDP hat im jetzigen Kreistag nämlich nur noch eine Stimme und kann im Wahlkampf zwecks des plötzlichen Mangels an Abgeordneten in Bund und Land an der Basis kaum noch publikumswirksam ihre politischen Positionen verkünden. Eberhard, Landwirt mit Hof in Leiten, machte während der Aufstellungsversammlung in der ASV-Gaststätte in Miesbach nur wenig Worte.

Jakob Kreidl wirft hin: "Nehme Amt nicht mehr an"

Martin Eberhard will "mehr Bürgernäh" in Politik

Unserer Zeitung sagte er am Rande der Veranstaltung, sein Bestreben sei es, sich für „mehr Bürgernähe“ in der Politik einzusetzen. „Der Bürger und seine Anliegen müssen viel ernster genommen werden, als das bisher der Fall war.“

Der FDP-Kandidat, der auch die 54-köpfige Bewerberliste seiner Partei anführt, versteht „liberales Denken und Handeln“ als eine Garantie dafür, dass sich Bürger und der Politiker „auf gleicher Augenhöhe“ begegnen können. Immerhin haben die September-Niederlagen der Liberalen in Berlin und München den Miesbacher Parteifreunden keinen Mitgliederverlust gebracht.

FDP-Zuwachs: Nicht nur Martin Eberhard

Die Kreisvorsitzende Ursula Lex sprach von Zuwachs in der Mitgliederkartei. Wobei sie nicht nur Eberhard erwähnte.

Neu in der Runde ist auch Erich Dippold aus Hauserdörfl. Wie der alte Kämpe Heinrich Fellmann verspricht er sich von der

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Kandidieren für die FDP: Landratskandidat Martin Eberhard (M.) und (v.l.) Foad Sedghi, Melanie Rack, Nikolaus Ertl, Claus Fahrer, Ursula Lex und Udo Lex. © Andreas Leder

Parteiführung unter Christian Lindner, dass es jetzt bei der FDP „endlich aufwärts“ gehe. Lex, die inzwischen im oberbayerischen Bezirksvorstand der Partei sitzt, plädierte in diesem Zusammenhang ungeschönt für einen Neuanfang der FDP – auch auf lokaler Ebene.

Bisher habe die Partei Themen besetzt, die bei den Wählern nicht angekommen seien und ein falsches Bild von ihren liberalen Anliegen vermittelt hätten. Jetzt geht es zunächst einmal darum zu zeigen, „dass wir noch da sind“. Und „uns nicht aufgeben“, wie Antje Helmers hinzufügte.

An dem Abend kam auch die aktuelle Entscheidung der Universität der Bundeswehr, Landrat Jakob Kreidl (CSU) den Doktortitel abzuerkennen, zur Sprache. Für Jens Wamber ist der Landrat damit „politisch untragbar“ geworden. Lex will das Thema nicht hochspielen, meinte aber, dass der Landrat, der auch in der nächsten Legislaturperiode wieder an der Spitze der Miesbacher Kreisverwaltung stehen will, jetzt „um das Vertrauen der Bürger kämpfen“ müsse.

Martin Eberhards FDP-Homepage

Von Hugo Molter

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