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Wolfgang Rzehak fordert Landrat Kreidl heraus

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Wolfgang Rzehak Grüne Miesbach Landrats Kandidat
Wolfgang Rzehak tritt für die Grünen als Landratskandidat für Miesbach an. © fkn

Miesbach - Bündnis 90/Die Grünen schicken den Gmunder Wolfgang Rzehak (45) als Gegenkandidaten von Jakob Kreidl (CSU) ins Rennen um den Landratsposten.

Grün ist die Hoffnung. Und grün ist in Miesbach auch das Selbstbewusstsein. „Wir können mit stolzgeschwellter Brust sagen: Wir haben den besseren Kandidaten.“ Diese Worte stammen von Robert Wiechmann, Gemeinderat in Holzkirchen, und der bezeichnete Kandidat ist Wolfgang Rzehak. Ihn haben die Kreis-Grünen am Mittwochabend einstimmig ins Rennen um den Landratsposten geschickt. Der 45-jährige Gmunder tritt damit nach 2008 zum zweiten Mal gegen Jakob Kreidl (CSU) an.

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Seit der Grüne Winfried Kretschmann in Baden-Württemberg als Ministerpräsident in den Landtag eingezogen ist, halten die Grünen bundesweit und trotz der jüngsten Wahlniederlagen vieles für möglich – auch einen grünen Landrat in Oberbayern. Und mit Rzehak glauben sie den richtigen Mann für die richtige Region gefunden zu haben.

Der Gmunder, so bekräftigte Kreisvorsitzende Elisabeth Janner, habe sich auch im Kreistag „viel Vertrauen erarbeitet“. Die Berufung in den Verwaltungsrat der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee zeige dies. Ein Posten, wie ihn vor allem die CSU sonst ungerne hergebe, hieß es im Miesbacher Weißbräustüberl. Auch Rzehak selbst weiß um diese Besonderheit. „Da gibt es außer mir in Bayern vielleicht zwei Handvoll Grüne.“

Wolfgang Rzehak will als Diplom-Verwaltungswirt punkten

Josef Scheben, fraktionsloser Kreisrat, war zur Aufstellungsversammlung gekommen und schrieb Rzehak ins Stammbuch: „Ich habe Dich als teamfähigen Mitstreiter kennengelernt und kann Dich bei den Wahlen zu hundert Prozent empfehlen.“ Und Janner erinnerte an eine der ersten Reden Rzehaks als Kreisrat. Er habe damals entschieden zu Haushaltsdisziplin gemahnt. „Das ist immer noch Konsens im Kreistag.“ Ein Pfund, mit dem die Grünen wuchern wollen, ist auch Rzehaks Kompetenz in Verwaltungsfragen. Als Diplom-Verwaltungswirt kenne er alle Aufgaben, die auf eine Kommune zukommen.

Das ist Wolfgang Rzehaks politisches Programm

Der Kreis Miesbach sei reif für einen Grünen im Chefsessel, meint der Kreisverband. Für urgrüne Anliegen wie Nachhaltigkeit und Naturschutz finden sich genügend Anknüpfungspunkte im Landkreis. Vieles hat Eingang in die Programme der anderen Parteien gefunden. Nur werde des dort stiefmütterlich behandelt, finden die Grünen. Der Klimaschutz etwa, aber auch der Landschaftsschutz: Herausnahmen aus den entsprechenden Gebieten müssen zwar weiterhin möglich sein, um eine Entwicklung zu ermöglichen, so Rzehak. „Es kann aber nicht sein, dass im Kreistag jeder Antrag auf eine Herausnahme grundsätzlich durchgeht.“ Der Landkreis lebe zu großen Teilen vom Tourismus und somit von der Natur und der Schönheit der Landschaft. Bei Eingriffen vermisse er das nötige Augenmaß, so Rzehak, der als Beispiele die Speicherteiche am Sudelfeld und am Wallberg anführte. Weitere Stichpunkte waren die Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs  und der mittelständischen Wirtschaft, und als Visionen schweben dem Gmunder ein Kreis Miesbach als Vorreiter im Klimaschutz und der biologischen Landwirtschaft vor.

Der Kandidat und seine Mitstreiter, 16 waren zur Aufstellungsversammlung gekommen, sind überzeugt, dass sie eine Chance haben. Rzehak: „Als Grüne haben wir uns im Kreistag und in Gemeinderäten einen sehr guten Namen gemacht. Unser Wort wird gehört.“ Vielleicht im März auch vom Wähler. Bei Kretschmann hat’s ja auch geklappt.

Wolfgang Rzehak auf Facebook

Von Daniel Krehl

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