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Kurt Kapp, Stellvertreter Reiters im Referat.

Bis dahin ist Kurt Kapp der Chef

Stadt sucht einen neuen Wirtschaftsreferenten

München - Dieter Reiter ist gewählt – und tritt am ersten Mai seine Amtszeit als Oberbürgermeister an. Das bedeutet aber auch, dass er seine Stelle als Wirtschaftsreferent offen zurücklässt. Die Stadt muss jetzt für den Posten einen neuen Kandidaten suchen.

Wenn sich Reiter ab Mai um seinen OB-Posten kümmert, übernimmt zunächst sein Stellvertreter Kurt Kapp das Wirtschaftsreferat. Der 53-Jährige ist derzeit für den Fachbereich Wirtschaftsförderung zuständig. Erfahrung hat der gebürtige Münchner mehr als genug: Seit mehr als 22 Jahren arbeitet Kapp im Wirtschaftsreferat, 2007 wurde er zum Stellvertreter des Wirtschaftsreferenten. Zuvor schon absolvierte der studierte Diplomvolkswirt Praktika unter anderem im Planungsreferat, 1992 wurde er zum stellvertretenden Leiter Wirtschaftsförderung und Leiter Standortberatung.

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Normalerweise steht schon länger fest, wann ein Referent seinen Dienst beendet – diese Vorlaufzeit gibt es jetzt allerdings nicht. Vermutlich wird Kapp dem Referat deshalb nun einige Monate vorstehen, bis ein neuer Referatschef gefunden ist. Zunächst muss die Vollversammlung des Stadtrats beschließen, dass die Stelle ausgeschrieben wird. Das soll im Mai geschehen. Die Stellenanzeige wird dann bundesweit in Zeitungen und Fachzeitschriften veröffentlicht. Einen Monat lang haben Bewerber Zeit, ihre Unterlagen an die Stadt zu schicken.

Dort prüfen dann Juristen, ob die Bewerber die Anforderungen erfüllen. Alle zugelassenen Kandidaten werden dann im Wirtschaftsausschuss des Stadtrats gesichtet. Der Ausschuss wählt in der Regel mehrere Kandidaten aus, über die dann die Vollversammlung des Stadtrats entscheidet – und einen Bewerber zum neuen Wirtschaftsreferenten wählt. Das wird aller Voraussicht nach erst nach der Sommerpause geschehen.

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Reiter beendet nun mit dem Wechsel ins OB-Amt seine Laufbahn als Wirtschaftsreferent, die er im April 2009 angetreten hatte. Neben regionaler und internationaler Wirtschaftspolitik und Wirtschaftsförderung beschäftigte er sich ab 2012 auch mit der Wiesn. Im April 2012 ging Tourismusamts-Chefin Gabriele Weishäupl in den Ruhestand. Reiter machte die Wiesn daraufhin zur Chefsache. Er verwandelte das bisherige Amt in eine einfache Abteilung innerhalb des Referats – allerdings ohne die Unterabteilung, die die Volksfeste plant. Das verhalf ihm damals auch zu mehr Bekanntheit im OB-Wahlkampf.

Die Betreuung der Wiesn wird auch auf den neuen Chef des Wirtschaftsreferats zukommen. Dabei geht es vor allem um repräsentative Aufgaben – Termine mit Brauereien, Bierproben, Präsentationen von Plakaten und Krügen. In diese Aufgabe muss sich der neue Referatschef schnell einfinden: Voraussichtlich liegen zwischen der Kür des neuen Referenten und der Eröffnung der Wiesn nur wenige Wochen. Vorausgesetzt, das Referat bleibt bei der momentanen Aufgabenverteilung.

mon

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