Die UWV-Kandidaten: (vorne v.l.) Hubert Mader, Angela Karbach, Marie Luise Stöckler, Anschie Schmelcher, Ralf Schnabel, Birgit Schreg, Carina Beer, Susanne Tischner, Mona Maucher, Florian Keppeler (hinten v.l.) Bernd Albrecht, Michael Motz, Rainer Schlosser, Pascal de Coulon, Stephan Klauser, Florian Raab, Eduard Machecek, Roland Heger, Günther Gnettner, Roland Kilian, Roland Hohenester, Alexander Klauser, Harry Haberstock, Stephan Hild. bse

Kommunalwahl 2014

UWV Schongau präsentiert ihre Stadtratskandidaten

Schongau - Auf bewährte Kräfte setzt die Unabhängige Wählervereinigung Schongau (UWV) bei der Kommunalwahl im März 2014. Hinter Bürgermeisterkandidat Ralf Schnabel, der 66 von 67 gültigen Stimmen erhielt, reihten sich die amtierenden Stadträte und viele bekannte Gesichter ein. Es gab aber auch interessante Neulinge.

Zehn frische Gesichter präsentierte die UWV auf ihrer Kandidatenliste für den Stadtrat, 14 Bewerber sind schon von der Wahl 2008 bekannt. Trotzdem war vieles neu. Das fing schon beim Wahlmodus an: Bisher ging es bei den Aufstellungsversammlungen der UWV zu wie bei einer kleinen Kommunalwahl. Die Besucher konnten bis zu drei Stimmen auf einzelnen Kandidaten verteilen, wer am meisten hatte, rangierte hinter dem Bürgermeisterkandidaten ganz vorne. Jetzt gab es bereits eine feste Reihung, die in einem Schwung abgestimmt wurde. „Es konnte passieren, dass jemand nicht so viele Stimmen bekommen und dann die Lust verloren hat“, erklärte Stadtratsfraktionschef Stephan Hild, der durch den Abend führte. Deshalb habe man die Platzierungen vorab in Gesprächen festgelegt. Das sei aber völlig harmonisch gelaufen, betonte Hild: „Fast jeder ist auf dem Platz gelandet, auf den er wollte.“

Kommunalwahl in Schongau: Die wichtigsten Fakten

Vor den rund 80 Besuchern, darunter Weilheims Bürgermeister Markus Loth mit Ehefrau und Schongauer Ex-Stadträtin Brigitte sowie Altenstadts Vize-Bürgermeister Sepp Reich, lobte Hild, dass trotz angeblicher Politikverdrossenheit „so viele Bürger zu uns gekommen sind“. Auch wenn es vor sechs Jahren noch 120 Besucher waren und vor zwölf sogar 180. Der Fraktionschef betonte, dass es der UWV immer um die Sachpolitik gehe „ohne sinnlose parteipolitische Debatten“. Auch deshalb werde man sich niemals an der Landes- oder Bundespolitik beteiligen („da werden wir nur in ein Parteikorsett gezwängt“), sondern auf Stadt- und Landkreisebene agieren.

Ralf Alexander Schnabels Visionen für 2015

Mit der Suche nach einem Bürgermeisterkandidaten habe man sich bewusst Zeit gelassen, sagte Hild. „Der Kandidat muss zu uns passen und sich mit uns identifizieren, und umgekehrt auch. Bei Ralf Schnabel ist das alles gegeben.“ Der knüpfte bei seiner Vorstellung an den bisher letzten Schongauer UWV-Bürgermeister Otto Ranz (1958-71) an. „Der war auch ein Visionär, wie er will ich nicht verwalten, sondern verändern“, sagte Bürgermeisterkandidat Ralf Alexander Schnabel. Frech stellte er Visionen für 2025 vor - er wolle schließlich nicht nur eine Amtsperiode amtieren - und präsentierte unter anderem seine Pläne für eine Zukunftswerkstatt, wo mit Bürgerbeteiligung die Stadtentwicklung gefördert werden soll, und ein Jugendparlament, um die junge Generation zu beteiligen. Zugleich präsentierte Schnabel ein neues Logo „UWV. Bürger für Schongau“ mitsamt dem Wahlslogan „Ein Schongau für alle“.

Die von UWV-Urgestein Fritz Holzhey ausführlichst vorgestellte Kandidaten-Truppe besteht auf den ersten Plätzen aus den amtierenden Stadträten, von denen nur Hans Loth nicht mehr antritt. „25 Jahre sind genug“, sagte der 67-Jährige. Danach kommen zwei interessante Personalien: Pascal de Coulon hatte 2008 noch für die SPD kandidiert und wäre kürzlich fast noch als Nachrücker in den Stadtrat eingezogen. Und Rainer Schlosser ist als langjähriger Vize-Heimleiter des Heiliggeist-Heims - mittlerweile führt er das Weilheimer Bürgerheim - vielen ein Begriff. Danach folgt eine regelrechte Phalanx aus Geschäftsleuten, die wie Harry Haberstock, Anschie Schmelcher, Susanne Tischner und Alexander Klauser bereits 2008 kandidiert hatten. Bemerkenswert ist die Personalie Florian Keppeler: Er wird erst kurz vor der Wahl 18 und dürfte damit der jüngste Kandidat weit und breit sein.

Champagner für Ralf Alexander Schnabel

Nachdem die Liste genehmigt worden war, überreichte Hild seinem Bürgermeisterkandidaten Schnabel noch eine Flasche Champagner. Mit der soll aber erst am 16. März gefeiert werden - nach erfolgreicher Wahl: „Ich hoffe, dass wir die dann gemeinsam köpfen können“, sagte Hild.

Podiumsdiskussion: "Ich will Bürgermeister werden, weil ..."

bo

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