+
Grundsatzrede: Martin Ehrenhuber (li.) präsentierte im Neuwirt die Ziele der örtlichen CSU.

Gerne in Münsing, jetzt und in Zukunft

Münsing - Der Ortsvorsitzende Martin Ehrenhuber hat das Wahlprogramm der CSU Münsing vorgestellt.

„Wir und unsere Kinder sollen heute und in Zukunft gerne in der Gemeinde Münsing leben wollen und können“: In diesem einen Satz fasst Martin Ehrenhuber, Vorsitzender der Münsinger CSU, das Wahlprogramm des Ortsverbands zusammen. Wie berichtet tritt die CSU am 16. März erstmals bei den Gemeinderatswahlen an. Am Donnerstagabend stellte sie ihre Ziele im Gasthaus Neuwirt rund 30 Mitgliedern und Interessierten vor, unter ihnen Bürgermeister Michael Grasl (Freie Wähler).

„Wir haben bewusst ein breites Programm ohne Fokussierung auf ein Thema aufgelegt“, erklärte Ehrenhuber, der nicht für den Gemeinderat kandidieren wird. Beruf, Familie und sein Engagement als Bezirksvorsitzender der CSU-Arbeitsgruppe Energiewende Oberbayern nehmen ihn nach eigenen Angaben zu sehr in Anspruch. Der Ortsverband möchte sich dafür einsetzen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Es gebe einen Engpass an Wohnungen für sozial Schwache, ältere und junge Menschen. „Mit dem Wohngebiet am Pallaufhof wird es nicht getan sein“, sagt Ehrenhuber. Im Ortskern könnte er sich den Bau eines Spielplatzes als bürgerschaftliches Projekt vorstellen, das sei ein Wunsch vieler Familien. Das Inklusionsmodell an der Grundschule hat sich nach Ehrenhubers Meinung gut entwickelt. Er mahnte jedoch an, dass auch andere Gemeinden die Inklusion an ihren Grundschulen einführen müssten. Münsing nehme bereits sehr viele auswärtige Kinder mit Handicap auf.

Ein Herzensanliegen ist Ehrenhuber bekanntlich die Energiewende. Münsing stehe hier, obwohl Pilotgemeinde der Energiewende Oberland, noch ganz am Anfang. Als „gangbaren Weg“ bezeichnete Ehrenhuber die Einschränkung von Ministerpräsident Horst Seehofer zu seiner 10-H-Abstandsregel für Windanlagen: Wenn die Bürger mit einem geringeren Abstand einverstanden sind, soll die Windkraft kommen.

Mit der Wirtschaftspolitik des amtierenden Bürgermeisters Michael Grasl ist der CSU-Ortsvorsitzende einverstanden. Das Gewerbegebiet am Schlichtfeld sei ein „Erfolgsmodell“, die Gewerbesteuer müsse niedrig bleiben. Neue Konzepte erfordern in Ehrenhubers Augen die Bereiche Verkehr („die Möglichkeit einer Umgehungsstraße für Münsing soll nochmals geprüft werden“), Sport und Kultur. Bevor Münsing eine neue Turnhalle oder einen Konzertsaal baue, sollte sich die Gemeinde mit den Nachbarkommunen abstimmen. Sylvester Huber ergänzte in der Diskussion, dass trotz der geplanten Norderweiterung des neuen Friedhofs am Pfarrheim ein weiterer, gemeindlicher Friedhof für Nicht-Kirchenmitglieder fehle. (tal)

Auch interessant

Kommentare