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Ein Dämpfer für Bayernligist Landsberg

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Von: Dietrich Limper

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TSV Landsberg - Bayernliga - Sebastian Schmeiser
Sebastian Schmeiser (2. von rechts) steigt hoch zum Kopfball, doch auch sein Einsatz wird nicht vom Erfolg gekrönt. © Limper

Landsberg – Die Fußballer des TSV Landsberg kamen am 17. Spieltag der Bayernliga Süd gegen den VfR Garching nicht über ein 1:1 hinaus. Die 430 Zuschauer im 3C-Sportpark sahen nach 20 Minuten Spielzeit konfuse Landsberger, die sich gegen die Gäste aus dem Tabellenkeller schwer taten und am Ende mit einem Punkt zufrieden sein mussten. In der Tabelle belegen die Lechstädter jetzt den 7. Rang.

Die spiel- und trainingsfreie Woche schien die Mannschaft um das Trainergespann Salemovic/Hutterer genutzt zu haben: Sie kam frisch und forsch aus der Kabine und wurde ihrer Favoritenrolle zunächst gerecht. David Anzenhofer bekam erneut den Vorzug vor Detmar und Kollmann und gab den Mittelstürmer. Der TSV konnte nahezu in Bestbesetzung auflaufen. Branko Nikolic war allerdings aufgrund einer Wadenverletzung zum Zuschauen verdammt und sah eine schwungvolle Anfangsphase der Hausherren: „Die ersten 20 Minuten waren topp. Wir haben ein schnelles Tor geschossen und weitere Chancen gehabt. Vielleicht haben wir danach zu sehr auf Sicherheit gespielt und das ist heute nicht gut ausgegangen.“

Kevin Gutia (3.) und Steffen Krautschneider (7.) ließen zunächst feine Gelegenheiten liegen, doch nach zwölf Minuten konnte Anzenhofer eine Flanke von Fabian Lutz auf Gutia ablegen und der traf mit seinem vierten Saisontreffer zur 1:0-Führung. Die Partie nahm den erwarteten Verlauf, allerdings deuteten die Garchinger immer wieder an, dass sie nicht gewillt waren, als Punktelieferant in Landsberg vorstellig zu werden. Mendema (8.) prüfte Witetschek und Stubhan (13.) jagte die Kugel frei vor dem Tor drüber. Im Gegenzug gelang Krautschneider das vermeintliche 2:0, aber Schiedsrichter Felix Brandstätter entschied auf Abseits.

Aus unerklärlichen Gründen schalteten die Hausherren nun einen Gang zurück und das Geschehen spielte sich hauptsächlich zwischen den beiden Strafräumen ab. Branko Nikolic fand in der Halbzeitpause eine Erklärung: „Wahrscheinlich war die Vorsicht eine Lehre aus dem Spiel gegen 1860, in dem wir immer weiter angegriffen und schnell den Ausgleich kassiert haben. Aber unsere verhaltene Spielweise macht den Gegner stark und das kann dann auch nach hinten losgehen.“

Es waren nur wenige Sekunden nach dem Wiederanpfiff gespielt, als der TSV Landsberg für sein Spiel mit dem Feuer bestraft wurde: VfR-Stürmer Bryan Stubhan entwischte nach dem Anstoß der TSV-Abwehr, wurde direkt angespielt und brachte den Ball und zur Verwunderung aller Anwesenden zum 1:1 in den Maschen unter. Beim American Football würde diese Aktion als „Trickspielzug“ bezeichnet werden.

Der Treffer zeigte Wirkung: Die Gäste witterten Morgenluft, drängten den TSV in die eigene Hälfte. Stubhan (49.), Radau (54.) und Schön (63.) sorgten für Schrecksekunden vor dem Tor der Hausherren. Die Führung für die Gäste lag förmlich in der Luft. Der TSV war beeindruckt und Entlastungsangriffe wurden durch Fehlpässe schon in der Entstehung erstickt.

Zehn Minuten vor Ende der Partie wurde dem TSV dann auch noch ein Treffer von Dennis Hoffmann wegen Foulspiels aberkannt. Branko Nikolic haderte mit dem Schicksal: „Wir haben schon so oft in dieser Saison durch einen Lucky Punch des Gegners Punkte eingebüßt – heute hätte es mal andersrum laufen können. Ich möchte aber nicht von einer Enttäuschung sprechen, denn wir können nicht immer ein Feuerwerk abbrennen. Garching hat es gut gemacht.“

Der Tabellenzweite zu Gast

Auch eine Serie von Eckbällen brachte für den TSV keine Wende mehr. Am Ende hatten sich die Gäste den Punkt redlich verdient. In dieser Verfassung sollte der VfR Garching mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Für die Lechstädter steht am nächsten Wochenende (14 Uhr) ein Heimspiel auf dem Programm, das es in sich hat: Mit dem SV Kirchanschöring kommt der Tabellenzweite zum Abschluss der Hinrunde in den 3C-Sportpark. Die Mannschaft von Coach Mario Demmelbauer hat seit dem ersten Spieltag (0:6 in Garching) nicht mehr verloren und darf neben der SpVgg Hankofen-Hailing als Überraschungsteam der Bayernliga Süd bezeichnet werden. Branko Nikolic möchte bei diesem Kracher natürlich dabei sein: „Ich hoffe, dass ich in einer Woche wenigstens wieder auf der Bank sitzen kann.“

Für den TSV Landsberg spielten: Witetschek - Lutz, Hoffmann, Schmeiser, Wollens (60. Holdenrieder) - Hutterer - Krautschneider, Gutia (70. Fülla), Salemovic, Date (88. Kollmann) - Anzenhofer (60. Detmar)

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