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Neun Spiele ohne Niederlage

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Von: Dietrich Limper

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Steffen Krautschneider - TSV Landsberg - Bayernliga
Ein Tor geschossen, ein weiteres vorbereitet: TSV-Kapitän Steffen Krautschneider (dunkles Trikot) gehörte gegen den FC Ismaning einmal mehr zu den Leistungsträgern. © Limper

Landsberg – Die Fußballer des TSV Landsberg haben am vergangenen Samstag drei wichtige Punkte aus der Fremde mitgebracht. Sie gewannen die Begegnung beim direkten Tabellennachbarn FC Ismaning vor 150 Zuschauern mit 2:0 (1:0). Damit stehen die Lechstädter nach 22 Spieltagen und 34 Punkten auf Rang 6 der Bayernliga Süd. Kapitän Steffen Krautschneider war nach der Partie trotzdem nicht zufrieden.

Die Serie der Landsberger hält. Seit nunmehr neun Spielen haben die Mannen des Trainergespanns Salemovic/Hutterer nicht mehr verloren. Die letzte Niederlage gab es am 11. September beim Spitzenreiter Hankofen-Hailing (1:3). Doch dass die Auswärtspartie beim FC Ismaning kein Spaziergang werden würde, war Steffen Krautschneider schon vor dem Anpfiff klar: „Die sind defensiv sehr gut organisiert und haben uns erwartungsgemäß die Initiative überlassen. Sie haben uns offensiv kaum Räume gegeben und große Chancen konnten wir uns zu Beginn nicht erspielen.“

Doch nach 20 Minuten wendete sich das Blatt, als Maximi­lian Holdenrieder im Strafraum von den Beinen geholt wurde und Schiedsrichter Marco Öttl auf den Punkt zeigte. Krautschneider verwandelte den Elfmeter mit seinem siebten Saisontreffer sicher zur 1:0-Führung für den TSV Landsberg.

Eine Schrecksekunde gab es sieben Minuten später, denn Spielertrainer Muriz Salemovic konnte nach einem Foul nicht weiterspielen und verließ den Platz mit einem lädierten Knie. Manuel Detmar kam für ihn in die Partie. Wiederum zwölf Minuten später humpelte auch Holdenrieder vom Rasen. Er hatte sich ohne Einwirkung des Gegners eine Zerrung im Oberschenkel eingehandelt. Luca Wollens übernahm seine Rolle.

Auf der Gegenseite erwies FC-Kicker Markus Neuber seiner Mannschaft einen Bärendienst, wie Steffen Krautschneider erzählt: „Er hat sich nicht gerade clever verhalten, hat überhaupt nur zwei Fouls begangen, aber die waren beide so dumm und unnötig, dass ihm der Schiri die Gelb-Rote Karte zeigen musste.“ Die Gastgeber spielten also ab der 44. Minute mit einem Mann weniger und der TSV Landsberg ging guten Mutes mit dem 1:0 in die Halbzeit.

„Es ging nun darum, Druck aufzubauen und unbedingt das zweite oder dritte Tor nachzulegen. Wir haben schon oft genug geführt und dann noch den Ausgleichstreffer kassiert. Das sollte unbedingt vermieden werden“, schildert Krautschneider den Plan für die zweiten 45 Minuten. Mit der Umsetzung desselben war der Kapitän allerdings nicht wirklich glücklich: „Wir sind ein Mann mehr und müssen den Gegner einfach laufen lassen und müde spielen. Das haben wir aber nicht gemacht, sondern waren zu hektisch und haben den Gegner dadurch auch noch stark gemacht. Uns fehlte die Souveränität.“

Die Gäste leisteten sich viel zu viele leichte Ballverluste im Mittelfeld, so dass dem Spielaufbau die nötige Struktur fehlte. Zum Glück kann sich der TSV aber derzeit auf seine Hintermannschaft verlassen, die kaum eine Chance der Hausherren zuließ. Es wurde ein zähes Geduldsspiel und ein Joker sorgte schließlich für die Entscheidung: Elias Kollmann besetzte nach 63 Minuten anstelle von David Anzenhofer das Sturmzentrum und erzielte acht Minuten vor dem Abpfiff, nach einem Steilpass von Krautschneider, das erlösende 2:0 für den TSV Landsberg. Die Flaute im Sturm war damit fürs Erste behoben.

Dadurch sei die Partie gelaufen gewesen, sagt Krautschneider und fügt an: „Natürlich freuen wir uns über den Sieg und sind erleichtert, aber die Spielweise gefiel mir nicht. Wir haben es nicht geschafft, den Gegner in Überzahl zu dominieren. Das war nicht optimal und auch nicht gut genug für eine Spitzenmannschaft. So hatten wir uns die zweite Halbzeit nicht vorgestellt.“

Erst gegen Ingolstadt II

Die Wochen der Wahrheit gehen weiter, denn Landsberg spielt noch zweimal gegen Teams, die in der Tabelle ähnlich ambitioniert sind. Im nächsten Heimspiel am kommenden Samstag ist um 14 Uhr der FC Ingolstadt II zu Gast, der ebenfalls 34 Punkte hat. Eine Woche später geht die Reise zum FC Deisenhofen (33), bevor es nach dem Heimspiel gegen Kellerkind TSV Schwabmünchen in die Winterpause geht. Steffen Krautschneider hat klare Ziele: „Wir wollen unsere Serie auf jeden Fall ausbauen und in diesem Jahr kein Spiel mehr verlieren. Dann werden wir sehen, wo wir stehen und ob wir noch den 2. Platz angreifen können. Wenn uns die Pandemie nicht noch einen Strich durch die Rechnung macht.“

Für den TSV Landsberg spielten: Hollenzer - Lutz, Schmeiser, Nikolic, oldenrieder (39. Wollens) - Hutterer – Krautschneider (88. Fülla), Salemovic (27. Detmar), Hoffmann, Date (70. Gutia) – Anzenhofer (63. Kollmann)

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