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Die Serie des TSV Landsberg ist beendet

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Von: Dietrich Limper

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TSV Landsberg vs. FC Ingolstadt II - Bayernliga
Wieder nichts: FCI-Keeper Markus Ponath (grünes Trikot) klärt vor Dennis Hoffmann vom TSV Landsberg. Die Serie von neun Spielen ohne Niederlage ist beendet. © Limper

Landsberg – Vor 300 Zuschauern haben die Fußballer des TSV Landsberg am Samstag einen herben Rückschlag einstecken müssen. Die Bayernliga-Partie gegen den FC Ingolstadt II ging mit 0:1 verloren. Dabei war Branko Nikolic der doppelte Unglücksrabe: Er erzielte nicht nur ein Eigentor, sondern kassierte nach 75 Minuten eine Gelb-Rote Karte. TSV-Coach Muriz Salemovic ging mit den Schiedsrichtern hart ins Gericht.

Vor der Partie ging es um die Spieler, die für den TSV Landsberg nicht auflaufen konnten: Maximilian Holdenrieder hat einen Muskelfaserriss im Oberschenkel und wird dieses Jahr nicht mehr spielen. Das gilt auch für Charly Fülla, der die Winterpause für eine lang aufgeschobene Knie-Operation nutzen wird. Luca Wollens lag mit Fieber im Bett. Steffen Krautschneider und Muriz Salemovic nahmen angeschlagen zumindest auf der Bank Platz.

Das Trainergespann Salemovic/Hutterer überraschte die Gäste mit der Aufstellung: Schmeiser, Nikolic und Benede bildeten eine defensive Dreierkette, wodurch die Hausherren ein Übergewicht im Mittelfeld bekamen. Doch die „kleinen Schanzer“ profitierten nach sechs Minuten von einem Missgeschick: Branko Nikolic klärte eine scharfe Hereingabe von FCI-Spieler Jalen Hawkins zum 0:1 ins eigene Netz.

Die TSV-Kicker schüttelten sich kurz und steckten diesen Schreck überraschend locker weg. Von nun an ging es in den verbleibenden 39 Minuten nur in Richtung FCI-Strafraum. Die Chancenverwertung war allerdings erneut zum Haare-Raufen. Nikolic, Kollmann, Hutterer, Schmeiser, Detmar und vor allen Dingen Gutia vergaben fahrlässig beste Einschussmöglichkeiten. „Wir waren in allen Belangen die bessere Mannschaft und hätten 3:0 führen müssen. Es war fast schon ein Klassenunterschied gegen eine so starke Mannschaft“, schilderte Salemovic den Spielverlauf. Mit einem für die Gäste höchst schmeichelhaften 0:1 ging es in die Kabinen.

FCI-Coach Alexander Käs stellte um. In der zweiten Halbzeit ließ er mit einer Doppelsechs spielen und machte die Räume für den TSV zu. Nachdem Detmar eine weitere Chance vergeben hatte, zeigte die Maßnahme Wirkung und die Hausherren hatten Mühe, in den gegnerischen Strafraum vorzudringen. In der 65. Minute hatten sie ihrerseits großes Glück, als FCI-Stürmer Ishak Karaogul sich nach einem Konter die Ecke aussuchen konnte, aber über das TSV-Gehäuse ballerte. Mittlerweile waren Krautschneider und Hoffmann für Schmeiser und Anzenhofer in die Partie gekommen und die Hausherren warfen alles nach vorne. Ausgebremst wurde der Sturmlauf allerdings durch die Gelb-Rote für Branko Nikolic, über die nach einem taktischen Foul nicht diskutiert werden musste.

„Es war eine sehr, sehr starke Leistung von uns, für die wir uns nicht belohnt haben“, resümierte TSV-Coach Mike Hutterer. „Wir haben zu viele Chancen vergeben und verlieren unglücklich durch ein Eigentor.“ Auch die Einwechslungen von Salemovic und Doqaj konnten keine Wende mehr bringen. Der TSV Landsberg schaffte es mit zehn Mann nur noch einmal gefährlich zu werden, doch Kevin Gutia verzog in der Nachspielzeit seinen strammen Dropkick von der Strafraumgrenze.

Nach dem Abpfiff großer Jubel bei den Gästen, lange Gesichter hingegen bei den Lechstädtern. TSV-Coach Salemovic hatte im Schiedsrichtergespann um Markus Huber die Schuldigen ausgemacht: „Die haben jeden Zweikampf gegen uns gepfiffen. Sogar die gegnerischen Spieler haben mir gesagt, dass sie sich darüber gewundert haben, wie der Schiri mit uns umgegangen ist. Da wird ein so gutes Bayernligaspiel durch die Leistungen der Unparteiischen ruiniert.“

Vorzeitig Winterpause?

Neun Spiele hatte der TSV Landsberg nicht mehr verloren. Die 0:1-Niederlage beendete die Serie. In der Tabelle bleibt Landsberg mit 34 Zählern auf dem 6. Rang und hat sechs Punkte Rückstand auf den 2. Platz. „Eigentlich wollten wir auf Platz vier überwintern, aber daraus wird nun nichts mehr. Mal sehen, ob wir überhaupt noch einmal auflaufen können“, blickte Salemovic mit düsterem Gesichtsausdruck und berechtigter Skepsis voraus.

Denn die Spiele in Deisenhofen und daheim gegen Schwabmünchen stehen auf der Kippe. Der Bayerische Landtag wird am morgigen Dienstag weitergehende Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie beschließen. Es ist also gut möglich, dass die 0:1-Niederlage gegen Ingolstadt das letzte Heimspiel 2021 für den TSV Landsberg war.

Für den TSV Landsberg spielten: Hollenzer – Schmeiser (50. Hoffmann), Nikolic, Benede - Hutterer – Lutz, Gutia, Detmar (78. Salemovic), Kollmann (78. Doqaj), Date – Anzenhofer (55. Krautschneider).

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