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Bachl baut den Standort Landsberg aus

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Von: Toni Schwaiger

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Bachl Dämmstoffe - Landsberg-Friedheim
Dämmstoffhersteller Bachl möchte sein Werk in Landsberg-Friedheim erweitern und neue Betriebswohnungen schaffen. © Bachl

Landsberg – Die Unternehmensgruppe Bachl mit Sitz in Röhrnbach (Landkreis Freyung-Grafenau) will am Standort Friedheim ihre Produktionsanlagen um eine Robotikhalle und zusätzliche Lagerflächen erweitern. Zugleich sollen in zwei Gebäuden nahe des Betriebsgeländes insgesamt 32 neue Wohnungen für Mitarbeitende entstehen. Zur Projektvorstellung waren Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl und der Stadtrat jüngst auf Werksbesuch im Landsberger Süden. 

Gruppen-Geschäftsführer Michael Küblbeck stellte das 1926 in Röhrnbach (Bayerischer Wald) als Ziegelei gegründete Unternehmen in seiner heutigen Ausprägung vor: „Wir beschäftigen an insgesamt 29 Standorten in acht Ländern Europas rund 2.800 Mitarbeitende. Neben den deutschen Produktions­standorten gehören Werke und Handelsniederlassungen in Österreich, Tschechien, Ungarn, Italien, Polen, Rumänien und Kroatien zu unserer Gruppe.“

Dämmstoffproduktion und Kunststoffverarbeitung, die Bereiche Baustoffe, Bauelemente und Betonfertigteilherstellung sowie Dienstleistungen im Hoch- und Tiefbau, Straßenbau, schlüsselfertiger Industrie- und Gewerbebau bilden die wesentlichen Bachl-Geschäftsfelder.

Das Dämmtechnik-Werk in Friedheim gehört zur Karl Bachl Kunststoffverarbeitung GmbH & Co.KG. 2013 hatte Bachl den Standort von der Firma Schwenk übernommen und seitdem kontinuierlich ausgebaut und modernisiert. Rund 140 Mitarbeitende produzieren hier Dämmstoffe hauptsächlich für Dächer und Fassaden.

In den letzten Jahren sei in Friedheim fortlaufend investiert worden, unter anderem in die Sanierung der Bestandsgebäude und in den Brandschutz. Außerdem stehe Nachhaltigkeit ganz oben auf der Agenda bei Bachl, so Küblbeck. Das Unternehmen gehöre zu den größten Recycling-Spezialisten von Styropor-Dämmstoffen in Deutschland und besitze dazu in Friedheim modernste technische Anlagen. Damit leiste man einen wesentlichen Beitrag zum Umwelt- und Ressourcenschutz, was auch der Zielsetzung der Stadt Landsberg entspricht.

Architekt Manfred Huber (Schondorf) stellte dem Landsberger Stadtrat die aktuellen Erweiterungspläne vor: „Die auf der Ostseite Richtung B17 vorgesehenen Neubauten vergrößern vor allem die Lagerkapazitäten für die Dämmstoff-Blöcke. Entstehen sollen eine Halle mit 7.500 Quadratmeter Fläche, ein Freilager (1.200 m²) und ein Fertigwarenlager (5.600 m²).“ In der neuen Halle werden die Dämmstoffe automatisiert ein- und ausgelagert. Dieses Robotik-Prinzip praktiziert Bachl bereits an anderen Standorten. Es optimiert die Produktionsabläufe und die Kommissionierung der Ware. Die Architekten haben auch das Verkehrskonzept auf dem Werksgelände entsprechend angepasst, um die Ladezeiten zu verkürzen.

Ein weiteres Thema in der Diskussionsrunde mit dem Stadtrat waren die beiden Neubauten mit jeweils 16 Wohnungen unterschiedlicher Größe, die gegenüber dem Werk errichtet werden sollen. „Personal für unsere Produktion zu bekommen ist derzeit eine Herausforderung. Wenn man neben den Arbeitsplätzen auch Wohnraum anbieten kann, fällt die Suche leichter“, gibt sich der Gruppen-Geschäftsführer optimistisch. Insgesamt biete das Erweiterungskonzept auf diese Weise gute Voraussetzungen für die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze in Friedheim.

Als nächster Schritt steht die Diskussion der Bachl-Pläne im Stadtrat an. Bereits in der kommenden Woche soll das Plenum die Aufstellung des Bebauungsplanes „Isotex-Straße“ beschließen und parallel dazu die Änderung des Flächennutzungsplanes auf den Weg bringen.

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