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Die „großen Männer“ des Denklingers Josef Lang

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Von: Susanne Greiner

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Josef Lang Denklingen
Der Künstler Josef Lang, hier in seinem Atelier, der ursprünglichen Werkstatt des Dorfschreiners, erhält dieses Jahr den Kunstpreis des Landkreises Landsberg. © Leitenstorfer/LRA

Landkreis/Denklingen - Es ist das sechste Mal, dass der Kunstpreis des Landkreises verliehen wird. Dieses Jahr wird der Künstler Josef Lang aus Denklingen ausgezeichnet. Seine Skulpturen - meist überlebensgroße Holzfiguren - sind in Landsberg allgegenwärtig: vor der Stadtverwaltung, der Musikschule oder auch als Bronzeskulptur vor dem Neuen Stadtmuseum.

Die Werkstatt des früheren Dorfschreiners ist Langs Atelier. Mit der Motorsäge arbeitet er dort seine Figuren aus zwei Tonnen schweren Eichenstämmen heraus. Das Thema „menschliche Figur“ fasziniert Josef Lang. Seinen Figuren gibt er Namen, hinter denen sich auch Menschen verbergen könnten: Helmut, Schreitender, Blauer Mann, Schauender oder auch Herzträger. Zusammen mit Egon Stöckle hat er den Brunnen am Pater-Rupert-Mayer-Platz gestaltet, auch der Friedhofsbrunnen in Kaufering stammt von Lang. Seine Arbeiten nehmen aber auch Bezug zu den Gebäuden auf, vor denen sie installiert werden: So ist eine weitere Arbeit neben dem Liccamann der Stadtverwaltung und dem Lauscher an der Musikschule der Traumtänzer vor der Isidor Hipper Turnhalle. Und vor der Polizeiinspektion in Herrsching steht passend der Große grüne Mann.

Geboren wurde Lang 1947 in Bad Tölz. Ab 1964 startete er eine kaufmännische Ausbildung und arbeitete in diesem Bereich auch bis 1977 - bis zu dem zeitpunkt, als er nochmals eine neue Lehre startete: bei einem Steinmetz. Anschließend studierte Lang von 1979 bis 1986 Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München, wo er Meisterschüler von Prof. Erich Koch war. In seinem Abschlussjahr gründete er schon die »Werkstätten Bereiteranger 15«. Seit dieser Zeit lebt und arbeitet Lang als freischaffender Bildhauer in München und Denklingen. Lang erhielt unter anderem 2009 den Hubert-von-Herkomer Kunst- und Kulturpreis der Stadt Landsberg.

Insgesamt wurden neun Vorschläge eingereicht, informiert Pressemitarbeiterin des Landratsamtes Landsberg Anna Diem. Der Kulturausschuss des Landkreises habe unter Beratung der Künstlergilde Landsberg und des RBK Oberbayern West Anfang Februar über den neuen Preisträger abgestimmt. Der Kunstpreis ist mit 4.000 Euro dotiert.

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