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Erfreuliche Nachfrage bei Rational

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Von: Werner Lauff

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Rational Ag Landsberg Geräte
Verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr 20 Prozent mehr Umsatz und deutlich mehr Gewinn: die Rational AG in Landsberg.  © Rational

Landsberg – Die Rational AG hat im Geschäftsjahr 2021 Umsatzerlöse von 780 Millio­nen Euro erzielt; das entspricht einem Wachstum von 20 Prozent. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern betrug 160 Millionen Euro; im Vorjahr waren es noch 107 Millionen Euro. Die EBIT-Marge stieg um vier Prozentpunkte und beträgt jetzt 20,5 Prozent. Über diese Werte freuen sich nicht nur die Aktionäre, die insgesamt 114 Millionen Euro Dividende erhalten. Auch die Stadt Landsberg profitiert vom glänzenden Jahr des Herstellers von Profi-Kochgeräten; die Kämmerei kann mit einem deutlichen Nachschlag bei der Gewerbesteuer rechnen.

Die „erfreuliche Nachfrage“ sei durch neue Produkte, Nachholinvestitionen, staatliche Unterstützungsprogramme und vorgezogene Bestellungen positiv beeinflusst worden, erklärte das Unternehmen bei der Bekanntgabe der Zahlen. Allerdings konnte der hohe Kundenbedarf durch Versorgungsengpässe bei elektronischen Bauteilen nicht komplett gedeckt werden. Hieraus resultierte zum Jahresende 2021 ein offener Auftragsbestand von über 300 Millionen Euro, der durch den hohen Auftragseingang zu Beginn des Jahres 2022 weiter anstieg. Besonders stark entwickelten sich den Angaben zufolge Lateinamerika (plus 47 Prozent) gefolgt von Nordamerika (plus 25), Deutschland (plus 22) und Asien (plus 20 Prozent).

Im Vergleich zum Umsatzwachstum seien die operativen Kosten mit 11 Prozent unterproportional gestiegen. Allerdings hätten sich ab September 2021 die weltweiten Versorgungsengpässe verschärft. Vor allem bei elektronischen Bauteilen verschlechtere sich die Liefersituation zunehmend. Um die Lieferketten und die Produktion aufrecht zu erhalten und die Lieferzeiten in den Überseemärkten auf bisherigem Niveau zu halten, werden einige Produkte nun teilmontiert in Überseelager verschickt; nach Eintreffen der fehlenden Bauteile erfolgt die Endmontage vor Ort. Eine leichte Entspannung sei durch den Wechsel des Lieferanten für Prozessoren eingetreten. Allerdings könnten die Ukraine-Krise und die Corona-Pandemie in China die Situation wieder verschärfen, hieß es.

Aufgrund der erheblichen Kostensteigerungen für Rohstoffe, Vorprodukte und Logistik sei das Unternehmen gezwungen gewesen, das Preisniveau anzuheben. Ende des Jahres betrug die Zahl der Mitarbeiter 2.248; im Vorjahr waren es 2.180. Besonders gefragt seien derzeit Softwarespezialisten zum Ausbau des digitalen Angebots.

Für das kommende Jahr rechnet Rational „mit einer höchst volatilen Lage bei der Materialbeschaffung“; es sei ein „herausforderndes Geschäftsjahr“ zu erwarten. Dennoch gehe der Vorstand von weiterem Umsatzwachstum und auch einer leichten Steigerung der Gewinnmarge aus.

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