1. Startseite
  2. Lokales
  3. Landsberg

Pazifik-Überquerung: Wer sitzt mit Weltumsegler Paul Piendl im Boot?

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Thomas Ernstberger

Kommentare

Paul Piendl - Weltumsegler - Schondorf - Wasa
Weltumsegler Paul Piendl will Mitte Januar mit seiner „Wasa“ (Foto) durch den Panama-­Kanal segeln und sich dann auf die Pazifik-Überquerung im März vorbereiten. © Piendl

Schondorf/Panama – Der Weihnachts- und Neujahrsurlaub daheim bei der Familie am Ammersee ist vorbei. Der Schondorfer Weltumsegler Paul Piendl ist zurück in den Nordwesten von Panama gereist, nach Bocas del Toro, wo die „Wasa“, sein Segelboot, in dieser Zeit in einem kleinen Hafen auf ihn „wartete“.

Nach seiner Rückkehr hatte Piendl dort erst mal alle Hände voll zu tun: „Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit hatte sich in den 18 Tagen überall ein bisschen Schimmel gebildet. Ich musste die Wäsche waschen und die gesamte Oberfläche des Bootes putzen.“ Dabei hatte Paul noch Glück: „Meine Nachbarn waren einen Monat lang weg, danach hatte ihr Boot einen richtigen Pelz.“

Die Wasa ist mittlerweile frisch herausgeputzt – und der Schondorfer bereitet sich nach einem 24-Stunden-Segel-Trip in der Shelter Bay Marina von Colón im Norden des Landes auf die 82 Kilometer lange, zweitägige Fahrt durch den weltberühmten Panama-Kanal vor. Die hat er für den 15. bis 20. Januar geplant. „Es ist schwer, genau zu sagen, wann wir den Termin bekommen.“

Paul Piendl - Weltumsegler - Schondorf
Immer mit Maske: Paul Piendl bei den Vorbereitungen für die Panama-Kanal-Durchfahrt. © Piendl

Bis dahin ist noch viel zu erledigen. Zumal das Boot speziell präpariert werden muss und für die Passage eine sechsköpfige Crew vorgeschrieben ist. Paul erklärt: „Ich bin der Steuer­mann, dazu kommen mein Freund Sofien, der extra aus Costa Rica anreist, mein Onkel Ulrich aus Nürnberg, Nepo, ein Kumpel aus Panama, ein weiterer Mitfahrer sowie ein Offizieller aus Panama, der als Pilot an Bord geht.“ Sechs Mann auf der Wasa: „Das wird ganz schön eng“, sagt Paul. Und teuer: Rund 2.000 Dollar wird die Durchfahrt alles in allem kosten.

Nach der Panama-Kanal-Passage steht für den 23-jährigen Bootsbauer das nächste, das bislang größte Abenteuer seiner Reise, auf dem Programm: Anfang März will er die Pazifik-­Überquerung starten. Von Panama auf die Marquesas-Inseln in Französisch-Polynesien. „35 bis 40 Tage“ hat sich Piendl für die rund 4.000 Seemeilen (also 7.416 Kilometer) vorgenommen. Da Sofien, der zunächst mitsegeln wollte, lieber weiter beim Sailcargo-Projekt in Costa Rica mitarbeitet, muss sich der Schondorfer für die lange Reise eine neue „Crew“, sprich einen neuen Mitsegler oder eine neue Mitseglerin, suchen.

„Wir werden zu Zweit fahren“, erzählt Piendl im Gespräch mit dem KREISBOTEN. Pauls Aufruf in den Sozialen Netzwerken brachte eine ungeheure Resonanz: „Ich bekam Bewerbungen und Anfragen aus der ganzen Welt. Sogar aus Amerika.“ Inzwischen hat er eine Vor-Auswahl getroffen: „Drei Kandidaten sind in der engeren Auswahl. Ich werde mich in den nächsten Tagen entscheiden.“

Auch interessant

Kommentare