Wildschwein
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Bei einem Tier im Landkreis Landsberg wurden Antikörper gegen die Aujeszkysche Krankheit, auch Pseudowut genannt, gefunden.

Aujeszkyschen Krankheit

Erster Fall im Landkreis Landsberg: Pseudowut bei Wildschwein

  • Susanne Greiner
    VonSusanne Greiner
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Reichling/Landkreis – Im Volksmund heißt sie Pseudowut: die Aujeszkyschen Krankheit. Bei einem in der Gemeinde Reichling erlegten Wildschwein wurden jetzt Antikörper gegen das Virus nachgewiesen – der erste Fall im Landkreis.

Für den Menschen ist die Pseudowut vollkommen ungefährlich. Aber bei Hunde und Katzen verläuft eine Infektion immer tödlich.

Das Hauptreservoir des Erregers. Während die Krankheit in den Hausschweinebeständen in Deutschland schon jahrelang nicht mehr vorkommt, tritt sie bei Wildschweinen nach wie vor vereinzelt auf. Das jetzt gefundenen Wildschwein wurde laut Landratsamt im Rahmen des Schweinepest- und Aujeszkysche Krankheit-Monitorings entdeckt.

Hauptinfektionsquelle für Hunde und Katzen ist die Verfütterung von rohem Schweinefleisch oder der direkte Kontakt zu infizierten Wildschweinen. Das Veterinäramt ruft zudem Jäger und Hundehalter zu besonderer Vorsicht auf. Jagdhunde sollten nicht in Kontakt mit erlegtem Schwarzwild kommen und natürlich auch nicht deren Organe zu fressen bekommen, sagt Veterinäramtsleiter Dr. Michael Veith. Sei der Kontakt unvermeidbar, solle er so schnell wie möglich unterbunden werden. In kaltem Blut überlebt das Virus nur kurz. Ebenso warnt er davor, Hunde frei herumlaufen zu lassen.

Quelle: Kreisbote

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