Radl-Radi-Tour: Mit Söder von Landsberg nach Stegen am Ammersee

Er ist begeisterter Radler, speziell seit ihm seine Frau Karin ein E-Bike zum Geburtstag geschenkt hat: Markus Söder, Bayerns Ministerpräsident, der sich gerne volksnah gibt. So wie am Samstag, als er Mitstrampler zur „Radl-Tour zum Radi-Essen“ von Landsberg nach Stegen am Ammersee eingeladen hatte.
Landsberg/Stegen - Dem Pulk von rund 100 Fans fuhren neben Söder voraus Prof. Dr. Angelika Niebler, CSU-Spitzenkandidatin von Oberbayern bei der Europawahl, Marian Cammerer, Vorsitzender der Jungen Union Landsberg und Bewerber um einen Sitz im EU-Parlament sowie Landrat Thomas Eichinger. Kurz nach dem Start in der Lechstadt gab es den ersten und einzigen Zwischenfall: Ein 58-jähriger Mitradler aus Eching stürzte in der Münchener Straße auf Höhe der Allguth-Tankstelle - „ohne Fremdbeteiligung“ , so die Polizei. Der den Radler-Tross begleitende Rettungsdienst versorgte die Schürfwunden des Mannes, der danach wie geplant wieder in die Pedale treten konnte - allzu verlockend war wohl das Radi-Essen mit Söder.
Start der Radl-Radi-Tour war der Landsberger Hellmair-Platz, wo Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV) dem Landesvater noch schnell „Hallo“ sagte, bevor er sich mit kurzer Radlerhose, stylischer Sonnenbrille und natürlich behelmt auf den 25 Kilometer langen Weg durch die Frühlingslandschaft machte. Die Landsberger Parteifreunde hatten gute Vorarbeit geleistet und die Route satt mit Wahlkampfplakaten bestückt. Schließlich wollten sie ihrem Vorsitzenden nicht nur die schöne Landschaft und den neu asphaltierten Radweg von Ramsach nach Eresing zeigen, sondern kräftig für die Eurowahl am 9. Juli trommeln.

Nach gut einer Stunde war das Ziel in Stegen erreicht. Vor dem Biergarten des Seehauses Schreyegg wurde Markus Söder offiziell begrüßt von Siegfried Luge, Bayerns ältestem und mit 28 Jahren im Amt dienstältesten Bürgermeister. Der CSU-Mann feiert am 12. Mai seinen 81. Geburtstag, wozu Söder schon vorab gratulierte. Die Biergarten-Besucher staunten nicht schlecht über den überraschenden Gast, der mit seiner Entourage an den mit CSU-Fähnchen geschmückten Tischen direkt am See Platz nahm. Die vom Schreyegg-Team servierten Rettich-Brote mussten lange auf den hungrigen Söder warten, weil er geduldig unzählige Selfie-Wünsche erfüllte. Schließlich trifft man im Biergarten ja nicht alle Tage auf den Ministerpräsidenten.
Söder wiederum nutzte das Publikum zu einem leidenschaftlichen Appell für die Europawahl und unterhielt es in Höchstform, wobei Spaß und Frotzeleien nicht zu kurz kamen. Söder, der gerne isst und seine vollen Teller postet, mutmaßte bei der schlanken Figur von Angelika Niebler, dass sie sich nur von Sprossen ernährt. Und dem Landsberger Landrat unterstellte er, seine Fotos vor der Veröffentlichung mit Photoshop aufzuhübschen. Dafür leistet er sich ja auch ein eigenes Social-Media-Team in der Kreisbehörde.
Söders Begleitung drängte schließlich zum Aufbruch, denn beim der Tag der offenen Türe im Bayerischen Landtag stand der nächste Termin für den Ministerpräsidenten an. Angelika Niebler und Marian Cammerer mussten derweil die Stellung am See halten.