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Mammut-Sause mit Fischerstechen und Party-Zelt

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Von: Dieter Roettig

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Ein richtiger Treffer mit der gepolsterten Lanze der Feuerwehr und schon fliegt die Stecherin der „Eisbader“ unfreiwillig vom Wackelbrett in den 24 Grad warmen Ammersee.
Ein richtiger Treffer mit der gepolsterten Lanze der Feuerwehr und schon fliegt die Stecherin der „Eisbader“ unfreiwillig vom Wackelbrett in den 24 Grad warmen Ammersee. © Roettig

Utting - Besser hätte es nicht laufen können: die Uttinger feierten bei schönstem Sommerwetter ausgelassen den 900. Geburtstag ihrer Gemeinde. Das mehrtägige Festprogramm konnte mit vielen attraktiven Programmpunkten aufwarten. Gefühlt ganz Utting war auf den Beinen - ob beim Open-Air-Gottesdienst am See, dem bunten Familienprogramm mit der Showgruppe des TSV Utting, Clowns, Hüpfburg oder der mobilen Seilbahn des Hochseilgartens. Auch Abends herrschte fröhliche Partystimmung im Zelt mit den Live-Bands „Mercuries“ und „Caipirinha“. Die Kabarettistin Martina Schwarzmann war der krönende Finalpunkt im ausverkauften Festzelt.

Hunderte von anfeuernden Zuschauern säumten die Uferpromenade und den Dampfersteg beim Fischerstechen, das die Uttinger Wasserwacht mit Freddy Riedel und seinem Team perfekt organisiert hatte. Zwanzig Teams kämpften im K.O.-System gegeneinander, darunter die TSV-Stockschützen, das Bauamt der Gemeinde, der alte und neue Vorstand des TSV Utting, die Monteur-, Büro- und Azubi-Trupps der Firma Kaiser, die Feuerwehr und die Wasserwacht sowie Trios mit Fantasienamen wie „Der Kleine, der Lange und der Blinde“, die „Senior Ninja Turtels“, die „Eisbader Utting“ oder die „Wackelkandidaten“. Für viel Beifall sorgten die „Drei Bürgermeister“, die aber nur ein sehr kurzes Gastspiel auf dem Ammersee gaben.

Ihr Team bestand aus dem sogenannten „Ausgleichsgewicht“ mit Ex-Bürgermeister Josef Lutzenberger am Bug, dem „Ruderer“ Alt-Bürgermeister Josef Klingl in der Mitte und vorne am Heck auf dem Wackelbrett der „Stecher“ Florian Hoffmann. Der amtierende Bürgermeister ging bereits nach dem ersten gegnerischen Stoß mit der gepolsterten Lanze von Kaisers Monteur-Stecher unfreiwillig im Ammersee baden und damit war das Bürgermeister-Team ausgeschieden.

Alt- und Ex-Bürgermeister sowie der amtierende Hoffmann feierten als Freunde trotzdem gemäß dem olympischen Motto „Dabei sein ist alles“. Einst hatte Josef Lutzenberger Josef Klingl „vom Thron gestoßen“ bzw. abgewählt – längst vergessen und verziehen. Sein Nachfolger Hoffmann muss keine Gewissensbisse haben, da Lutzenberger nach zwei Legislaturperioden 2020 nicht mehr angetreten ist. 

Gesamtsieger wurde nach dem fast zweistündigem Spektakel das Team „Kindsbaumfreunde“ mit Jannik Kaltenbach, Maximilian Brändi und Simon Spensberger. Über den zweiten Platz der Freiwilligen Feuerwehr Utting freute sich bespmders der unfreiwillig untergetauchte Bürgermeister Hoffmann als Kommandant des Vize-Siegertrios. Die „neuen Besen“ bzw. die neu gewählte Vorstandschaft des TSV Utting belegte den dritten Platz. Publikumssieger bei der Wahl zum „verrücktesten Team“ wurden die „Senior Ninja Turtels“.

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