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Landesliga: Aufsteiger Kaufering grüßt von Platz 1!

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Von: Thomas Ernstberger

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Felix Mailänder - VfL Kaufering
Auf dem Weg zum 2:0: Felix Mailänder war Kauferings Matchwinner. © Ernstberger

Kaufering – Diese Tabelle haben sich sicher alle Spieler des VfL Kaufering ausgeschnitten und gut aufgehoben. „Ich habe sie die ganze Nacht angeschaut, konnte gar nicht schlafen“, scherzte Trainer Ben Enthart. Klar: Nach dem 2:0 am Freitag Abend gegen Bayernliga-Absteiger TSV Schwab­münchen grüßte der Landesliga-Neuling von Platz 1.

Der Aufsteiger Tabellenführer (das blieb er laut offizieller Tabelle des BFV auch am Ende des Spieltages): „Langsam wird’s unheimlich“, gesteht der Coach. Allerdings: Seine Jungs stehen völlig zu Recht da oben, sie haben sich bislang in der neuen Liga – von einer schwachen Halbzeit in Hollenbach abgesehen – prima verkauft. Das honorieren auch die Fans: Mehr als 500 Zuschauer – darunter auch die halbe Denklinger Mannschaft mit Coach Markus Ansorge, die Landsberger Eishockey-Legende Jockl Ried sowie viele Aktive und Trainer aus den umliegen­den Vereinen – waren nach Kaufering gekommen. „Das ist einzigartig“, freute sich Enthart. „Das hat es bisher nicht annähernd gegeben.“

Tolle Zuschauer-Kulisse und eine tolle Vorstellung der Gastgeber: Der Sieg gegen das Schlusslicht war hochverdient und nie gefährdet. Esad Kahric, der neue Schwabmünchner Trainer, konnte teils nur staunend zuschauen. Zur Erinnerung: Vergangene Saison spielten die Gäste noch zwei Klassen höher als der VfL Kaufering, boten beim 0:2 gegen den TSV Landsberg ersatzgeschwächt eine starke Leistung – und jetzt waren sie gegen den Aufsteiger chancenlos. VfL-Coach Enthart: „In der Summe war unser Sieg genauso verdient wie souverän.“

Kein Widerspruch! Eine überzeugende Abwehr, die nur eine einzige Torchance zuließ, ein starkes Mittelfeld um „Strippenzieher“ Sebastian Bonfert und Rückkehrer Daniel Neuhaus –und ein pfeilschnelles Sturm-Trio, das Schwabmünchen nie in den Griff bekam: So geht drei Punkte!

Marcel Lex in der Mitte (bis zu seinem Ausscheiden nach einem Crash mit Torwart Soma Orban), sein Ersatz Thommy Hasche (nach langer Verletzungspause) und die beiden Flügelstürmer Tizian Hampel und Felix Mailänder stellten die Abwehr der Gäste vor ein unlösbares Rätsel nach dem anderen. „Wir sind in der Offensive gut aufgestellt und unberechenbar“, freut sich der Coach. Und so wurde auch einer seiner Stürmer zum Matchwinner.

Felix Mailänder (25), einer aus der „goldenen Generation“ des VfL, der 2020 nach drei „Lehrjahren“ vom TSV Landsberg als Verstärkung zu seinem Jugendverein zurückkehrte und dessen Eltern aus der Leichtathletik kommen, krönte seinen Riesen-­Auftritt mit dem frühen 1:0 per Kopf nach Vorlage von Kilian Pittrich (6. Minute) und dem 2:0 nach Neuhaus-Vorarbeit (43.). Enthart: „Die Zeit in Landsberg hat ihm gutgetan. Er kann ein Spiel entscheiden.“ Was der Blondschopf mit der Rückennummer 11 gegen Schwabmünchen eindrucksvoll unter Beweis stellte. Der Trainer vergaß aber auch den Rest der Truppe nicht: „Es macht riesigen Spaß, wenn ein Team so auftritt. Wir wissen, dass es nicht immer so weitergehen wird. Aber jetzt gilt es, den Schwung so lange wie möglich mitzunehmen.“

Am heutigen Mittwoch um 19 Uhr geht’s schon weiter. Da muss der VfL beim SC Olching (zuletzt 2:3 gegen Mering) antreten. Und am Samstag (14 Uhr) kommt Mit-Aufsteiger SC Oberweikertshofen nach Kaufering.

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