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Katze Lady hilft Epileptikerin und Lebenshilfe-Bewohnerin Simone

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Simone Reichart mit ihrer Katze Lady
Simone Reichart mit ihrer Katze Lady, die für sie „wie eine Schwester“ ist. © Hollrotter

Landsberg – Für Simone Reichart ist Lady wie eine Schwester. Die Tigerkätzin leistet ihr Gesellschaft, tröstet sie, bringt sie mit ihren Tollereien zum Lachen und ärgert sie auch manchmal. Vor allem aber passt Lady auf die 30-Jährige auf, wenn diese einen Anfall hat. Deshalb ist die Samtpfote bei den Wohnheimen der Lebenshilfe Landsberg am Eulenweg gern gesehen.

Es war Liebe auf den ersten Blick. Über eine Mitarbeiterin der Lebenshilfe hatte Simone von einem Wurf Kätzchen auf einem Bauernhof in Egling erfahren und Fotos bekommen. „Als ich sie gesehen habe, war es um mich geschehen“, lacht die 30-Jährige. Ein paar Wochen später durfte sie Lady holen.

Die zusätzliche Arbeit macht Simone nichts aus. Der Handy-Wecker sorgt dafür, dass sie nichts vergisst: füttern, Katzenklo säubern oder auch der Besuch beim Tierarzt. Außerdem gibt es eine „Notfall-Katzen-Gruppe“ mit zwei Mitarbeiter*innen der Lebenshilfe, die Lady auch mal versorgen, wenn ihre Besitzerin nicht da ist.

Simone hat ihr so manches beigebracht, zum Beispiel kein Futter ohne Erlaubnis zu nehmen – um zu vermeiden, dass sie etwas Giftiges wie Tabletten frisst. Und Lady sei „ein gescheites Kätzchen“. Sie kommt angelaufen, wenn Simone sie ruft, oder auch mit dem Schlüssel klappert. Und sie passt auf Simone auf: „Als ich einmal einen Grand-Mal-Anfall hatte, hat sie sich neben meine Füße gelegt und auf mich aufgepasst.Sie stößt mich mit dem Kopf und hüpft auf meinem Bauch herum, um mich aus dem Anfall zu holen.“ Und oft gelingt ihr das auch.

Lady ist für Simone jeden Aufwand wert. Auch die vielen Regeln und schriftlichen Abmachungen, die zu treffen waren, bis Lady kommen durfte. Denn: „Das Schönste ist, dass ich nicht mehr alleine bin.“

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