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Bald Vergangenheit: Stromleitung zum Lech

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Von: Toni Schwaiger

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Erdkabel - Pflugverfahren - Gewerbepark Lechrain
Größtenteils im Pflugverfahren wird das Erdkabel zwischen Gewerbepark Lechrain und Lech bei Pitzling eingebracht. © LVN

Landsberg – Die LEW Verteilnetz GmbH (LVN), der Betreiber des regionalen Stromnetzes, erneuert derzeit die 20-kV-Mittelspannungsleitung im Landsberger Stadtteil Pitzling. Die bestehende Freileitung zwischen dem Gewerbepark Lechrain und dem westlichen Ortsrand Pitzlings wird durch ein Erdkabel ersetzt. Es hat eine höhere Übertragungskapazität als die bisherige Freileitung: So entsteht zusätzliche Kapazität für Strom aus erneuerbaren Energien – etwa aus den geplanten Photovoltaik-Anlagen westlich der B17neu.

Der Verlauf der neuen Leitung entspricht nur grob dem der bisherigen Freileitung, erläutert LVN-Sprecherin Luisa Rauenbusch. Schließlich orientiere man sich beim Verlegen von Erdkabeln stets an bereits bestehender Infrastruktur, beispielsweise an Straßen und Feldwegen. Deshalb ist die neue Erdverkabelung mit rund 1,9 Kilometern insgesamt 800 Meter länger als der bestehende Freileitungsabschnitt. Das neue Kabel verläuft vom Gewerbepark Lechrain, dem Firmensitz der 3C-Carbon-Group, nach Osten Richtung Lech. Etwa 400 Meter nördlich der Staustufe quert es den Lech und verläuft auf der anderen Seite weiter entlang der Au­feldstraße in Pitzling.

Strom-Erdkabel wird verlegt - Gewerbepark Lechrain
Das Erdkabel zwischen Gewerbepark Lechrain und Pitzing ist bereits verlegt. © Schwaiger

Bei der Verlegung des Erdkabels setzt LVN, je nach den örtlichen Gegebenheiten, zwei verschiedene Verfahren ein: Im Bereich der Felder wurden bereits 800 Meter im Pflugverfahren verlegt. Dabei wird eine schmale Furche gegraben und im gleichen Zug das Kabel in das Erdreich eingebracht. An den Stellen, wo das Erdkabel Waldstücke und den Lech quert, kommt das Horizontal-Spülbohrverfahren zum Einsatz: „Mit dieser Methode können Kabelrohre verlegt werden, ohne einen Graben ausheben zu müssen“, erläutert Rauenbusch. Insgesamt fünf Spülbohrungen seien für die Kabelverlegung zwischen den Landsberger Ortsteilen notwendig. Über eine Seilwinde wird anschließend das Stromkabel in die Kabelschutzrohre eingezogen.

„Stromkunden merken von den Arbeiten nichts“, beteuert die LVN-Sprecherin, da die Freileitung bis zur vollständigen Inbetriebnahme des Erdkabels am Netz bleibt. Die komplette neue Leitung wolle man Ende diesen Jahres in Betrieb nehmen. Anschließend werden rund 1,1 Kilometer Freileitung und 14 Masten abgebaut.

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