Marcel Schrötter - Moto2-WM - aragon
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Der Pflugdorfer Motorrad-Profi Marcel Schrötter #23 wird auch in der nächsten Saison für den Memminger Rennstall Liqui Moly Intact-GP-Team auf die Moto2-Strecke gehen.

Schlechter WM-Lauf, gute Nachricht:

Marcel Schrötter bleibt in der Moto2

  • Thomas Ernstberger
    VonThomas Ernstberger
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Pflugdorf/Aragon – Man kann’s jetzt drehen und wenden wie man will – aber in dieser Saison läuft’s für den Pflugdorfer Motorrad-Profi Marcel Schrötter alles andere als nach Wunsch. Schon gar nicht seit dem Ende der sechswöchigen Sommerpause, in die der Kalex-Pilot immerhin als WM-Gesamt-Sechster gegangen war.

Danach: Rang 10 in Spielberg, dann ein Sturz und Platz 23 im zweiten Rennen in der Steiermark, schließlich 13. mit „Long-Lap-Penalty“ in Silverstone. Und jetzt, nach Startplatz 15 Rang 6 vor Augen, nur der 11. Rang im spanischen „Motorland Aragon“. Schrötter hatte sich beim fünften Saisonsieg von „Rookie“ Raul Fernandez zu lange mit dem Japaner Ai Ogura duelliert, dabei viel Zeit verloren und dann auch noch zu allem Überfluss eine Drei-Sekunden-Zeitstrafe kassiert, nachdem ihn (Noch)-Teamkollege Tony Arbolino in die verbotene grüne Zone neben der Piste gedrängt hatte. Sonst wäre er wenigstens noch Zehnter geworden. Schrötter schrieb auf Instagram von einem „Desaster in den letzten drei Runden“, sagte nach dem „frustrierenden Ausgang“ sogar: „Es ist zum Kotzen.“

Letzte Instruktion, dann geht‘s auf die Strecke: Marcel Schrötter beim Moto2-WM-Lauf in Aragon.

Trotzdem gab’s schon vor dem Rennen in Aragon eine positive Nachricht für den Pflugdorfer: Nach den Infor­mationen von Servus TV wird sein Vertrag mit dem Memmin­ger „Liqui Moly Intact-GP-Team“ verlängert. Schrötter fährt also weiter in der Moto2-­Klasse, bekommt aber einen neuen Partner, da Arbolino zu einem anderen Team wechseln wird. Die offizielle Verkündung soll in den nächsten Tagen, wohl noch vor dem nächsten Rennen in San Marino, erfolgen.

Zurück zum Rennen in Spanien: „Wir waren auf einem guten Weg, ein ordentliches Ergebnis zu erzielen, standen am Ende aber wieder blöd da“, lautete das Fazit des 28-Jährigen. Zum Duell mit Ogura sagte er: „Ich wäre fast vor Wut zerplatzt, weil ich die Pace hatte, und es auch mein Plan war, Fabio Di Giannantonio noch einzuholen. Aber weil wir uns so blöd bekämpft haben, ging der Schuss sogar nach hinten los. Im nächsten Augenblick waren die Leute von hinten da, die zuvor noch über zwei Sekunden zurücklagen. Ich konnte gar nicht so schnell schauen, bis ich vom Ersten auch schon überrumpelt worden bin.“ Schrötters Fazit: „Es war kein wahnsinnig großartiges Rennen. Doch ab Rennmitte, als sich die meisten anderen mit abbauenden Reifen sehr schwergetan haben, konnte ich eine starke Pace fahren und viel Zeit aufholen. Daher ist es extrem schade, dass wir einen möglichen 6. Platz nicht nach Hause bringen konnte. Das tut unheimlich weh. Es bleibt uns aber nichts anderes übrig, als das Positive mitzunehmen, auch wenn die Enttäuschung über das Endergebnis überwiegt.“

Nach 13 von fix terminierten 18 WM-Läufen (letztes Rennen am 14. November in Valencia) belegt Marcel Schrötter in der Gesamtwertung mit 80 Punkten den 9. Platz. Der nächste Lauf findet am kommenden Sonntag in Misano statt.

Quelle: Kreisbote

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