Bikepark beim PULS-Festival
+
Uttings Jugend darf sich auf einen Bikepark freuen. Der Gemeinderat gab grünes Licht für die Realisierung beim Sportplatz an der Auraystraße.

Bikepark rückt näher

Pump and Jump am Uttinger Sportplatz

  • Dieter Roettig
    VonDieter Roettig
    schließen

Utting – Manchmal werden in Kommunen selbst Kinderwünsche wahr: wenn sie nur richtig vorgetragen werden in der Bürgersprechstunde zu Beginn einer Gemeinderatssitzung. So geschehen im Februar in Utting, als drei beherzte Jungs mit einer Powerpoint-Präsentation darlegten, warum ein öffentlicher Bikepark so wichtig wäre für die Heranwachsenden. Inzwischen haben sich Bürgermeister und Gemeinderäte intensiv mit dem Thema beschäftigt und gaben grundsätzlich „grünes Licht“ für einen Uttinger Bikepark. In der aktuellen Sitzung ging es noch um die Örtlichkeit, Kosten und Zuschüsse sowie um die Frage der Realisierung und Auftragsvergabe.

Als Standort zeigte sich das von den Jungs vorgeschlagene Gelände beim Sportplatz an der Auraystraße am geeignetsten. Auf einer Fläche von 1.500 bis 1.800 Quadratmetern sollten nach ihrer Vorstellung ein asphaltierter „Pumptrack“, ein aus Erde geformter „Dirtpark“ oder – am liebsten – eine Kombination aus beiden gebaut werden. Hier bestehe bereits eine optimale Infrastruktur und es gebe keine Nachbarn, die sich am Lärm stören. Man könne sich auch eine Kooperation mit dem TSV Utting vorstellen, vielleicht sogar die Gründung einer eigenen Abteilung für diesen Trendsport. Zwischenzeitliche Gespräche mit der Vereinsvorstandschaft seien diesbezüglich positiv verlaufen. Schließlich sind Mountainbiken und Skateboarden olympische Disziplinen. Auch das Treffen vor Ort mit einer auf den Bau solcher Anlagen spezialisierten Firma ergab die Eignung des Geländes.

Als Gesamtkosten für das Projekt wurden rund 150.000 Euro genannt, wobei die Verwaltung aber noch weitere Angebote einholen wird. Man rechnet dabei mit einem Zuschuss aus der europäischen LEADER-Förderung, wobei man bereits in engem Kontakt mit Manager Detlev Däke stehe. Bei ihm sind diesbezügliche Anfragen auch aus anderen Gemeinden der Region eingegangen. Darum sein Appell um eine Abstimmung der Gemeinden, die Bikerparks unterschiedlich zu konzipieren. Nur dann seien Fördermittel realistisch.

Bikerparks sind Gelände mit Kurven, Wellen, Rampen und Rails, auf denen sich Biker austoben mit allem, was rollt und springt: Mountainbikes, Dirtbikes, BMX, Skateboards, Longboards, Scooter, Inline Skates und sogar Einräder. Beim Pumptrack versucht der Fahrer ohne zu treten durch Hochdrücken des Körpers aus der Tiefe Geschwindigkeit aufzubauen. Die Radler stehen dabei und sitzen nur zum Starten kurz im Sattel. Der Dirtpark ist ein aus Erde und Lehm geformter Parcours für Sprünge und Tricks.

Die ältere Generation versteht vermutlich nur Bahnhof, wenn sie Bike-Fachausdrücke hört wie Feeblegrind, Bunnyhop, Ollie oder Cess Slide. Trotzdem soll der Uttinger Bikepark generationsübergreifend für jedermann zugänglich werden und Spaß machen, unabhängig vom Können und Fahrstil.

Damit die Realisierung des Bikeparks zügig vorangeht, wird der Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen als Voraussetzung einen „Aufstellungsbeschluss für die Erweiterung des Baubauungsplans Sportgelände“ verabschieden.

Quelle: Kreisbote

Auch interessant

Kommentare