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Das Fußball-Gen ist vererbbar!

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Von: Thomas Ernstberger

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Thomas Ernstberger - Haching-Trikot Copado
Hat einen Ehrenplatz in der Trikotsammlung von Sportjournalist Thomas Ernstberger (Foto): das Dress von Ex-Bundesligaprofi Francisco Copado. © Ernstberger

Die kurze Winterpause ist rum, in der Fußball-Bundesliga rollt schon wieder der Ball. Klar, ich bin beim Auftaktspiel zwischen den Bayern und Borussia Mönchengladbach vor dem Fernseher gesessen. Und ich hab‘ mich dabei ganz besonders über zwei Nummern gefreut: die weiße 32 und die rote 34.

Die 32 trägt der Kauferinger Nationalspieler Florian Neuhaus. Klasse, sein Tor zum 1:1, mit dem er den überraschenden 2:1-Sieg der Borussen gegen den Rekordmeister einleitete. Bleibt zu hoffen, dass ihm das in seiner nicht einfachen aktuellen Situation (Stammplatz weg, wenig Startelf-Einsätze) hilft.

Mit der 34 feierte der – seit Montag – 18-jährige Lucas Copado seine Bundesliga-Premiere. Ausgerechnet an dem Tag, an dem sein Großvater Toni Schrobenhauser, der „Baumeister“ (Torwart, Geldgeber, Schatzmeister und sogar mal Kurzzeit-Trainer) der SpVgg Unterhaching, mit nur 66 Jahren starb. Ich kannte den Toni aus meiner Zeit als Haching-Reporter gut. Ein „Herzensmensch“, wie Ex-Profi Dennis Grassow schrieb. Harte Schale, weicher Kern, immer hilfsbereit.

Schrobenhausers Schwieger­sohn ist Francisco Copado, der ehemalige Bundesligaspieler, der unter anderem für den HSV, Frankfurt, Hoffenheim und eben für Unterhaching in den deutschen Top-Ligen sowie für RCD Mallorca am Ball war. Ich kenne „Paco“, seit er im Jahr 2000 von Tennis Borussia Berlin nach Haching, damals noch Bundesligist, kam. Wir pflegten immer ein prima Verhältnis, seine „Stimme“ nach dem Spiel einzuholen (damals durften die Journalisten nach Abpfiff noch aufs Feld, Mixed-Zonen gab es nicht), war immer meine Aufgabe.

Der Kontakt ist seither nie abgerissen. Ich erinnere mich noch gut an unser Telefonat im letzten Sommer, als wir an seinem Geburtstag auch über den Filius sprachen. „Lucas ist nicht aufzuhalten. Du wirst sehen, er wird ein Bundesligaspieler“, prophezeite mir Copado sen., dessen Hachinger Bundesliga-­Dress mit der Rückennummer 21 einen Ehrenplatz in meiner Trikot-Sammlung hat. Nicht zuletzt dank der Corona-Ausfälle bei den Bayern hat sich die Prophezeiung des Papas recht schnell erfüllt. Jetzt sind Vater und Sohn Bundesligaspieler – wie zuvor schon unter anderem Franz und Stephan Beckenbauer, Souleyman (Wattenscheid) und Leroy Sane, Jürgen (Hannover) und Ex-Augsburg-Kapitän Daniel Baier oder Martin (1860) und Philipp Max (Augsburg).

Es zeigt sich wieder einmal: Das „Fußball-Gen“ scheint tatsächlich vererbbar zu sein…

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