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TSV Landsberg kassiert Niederlage gegen SV Pullach

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Von: Thomas Ernstberger

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TSV LL gegen Pullach
Drei Gegentore beim Abstiegskandidaten Pullach: Es war nicht der Tag von TSV-Abwehrspieler Sebastian Schmeiser und Keeper Daniel Witetschek. © Ernstberger

Landsberg – Vorweg ein Glückwunsch nach Niederbayern: Der „Dorfverein“ SpVgg Hankofen-Hailing (gewann am Dienstag vor einer Woche 1:0 in Landsberg) hat am Samstag durch das 2:1 gegen Jahn Regenburg II vor 1100 Zuschauern den Aufstieg in die Fußball-Regionalliga perfekt gemacht. Da wurde mal wieder ein „Fußball-Märchen aus der Provinz“ geschrieben …

Und der TSV Landsberg? Die Truppe von Spielertrainer Mike Hutterer blamierte sich beim abstiegsbedrohten SV Pullach und kassierte mit 0:3 die höchste Niederlage der Saison – gegen einen Gegner, der in der Vorrunde noch mit 5:1 deklassiert worden war. „Ein Standard, zwei Konter – das war’s“, erzählt Hutterer. „Dabei habe ich vor dem Spiel extra darauf hingewiesen, dass sich Pullach hinten reinstellen und auf Konter lauern wird.“

Damit gelang dem TSV in drei der letzten vier Spiele, zwei davon gegen die Abstiegskandidaten Kottern und Pullach, weder ein Punkt noch ein Tor. Doppelt bitter: Der Rückstand auf Jahn Regensburgs U21, die aktuell Relegationsplatz drei (Ingolstadt II auf Rang 2 darf nicht aufsteigen, da die erste Mannschaft in die 3. Liga abgestiegen ist) belegt, wäre bei einem Sieg in Pullach auf einen Punkt geschrumpft.

Da stellt sich die Frage: Will Landsberg gar nicht aufsteigen? „In dieser Liga will außer Hankofen-Hailing offenbar keiner so richtig hoch“, meint Hutterer mit einem Schuss Ironie, auch im Hinblick auf die Ergebnisse der Aufstiegsanwärter, die regelmäßig Federn lassen. Für den Coach steht fest: „Wir sind in der Breite nicht gut genug, um oben anzugreifen. Das sieht jeder Außenstehende.“ Aktuelles Beispiel: Nach dem kurzfristigen, krankheitsbedingten Ausfall von Ersatz-Keeper Mario Schmid und von Branko Nikolic musste der TSV in Pullach ohne zweiten Torwart und mit nur vier Spielern auf der Bank (darunter der angeschlagene Manuel Detmar) antreten. Was Außenstehende ebenfalls sehen: Den Landsbergern fehlt das „Feuer“ - das zum Beispiel bei Hankofen-Hailing beim Gastspiel im 3C-Sportpark gebrannt hat.

„So ein Ergebnis wie in Pullach trifft jeden mal. Wir haben aber in der Vergangenheit bewiesen, dass wir das nötige Potenzial haben“, ist sich Hutterer sicher. Er hat aber auch bemerkt: „In der Mannschaft fehlen zur Zeit die paar Prozent, die nötig sind, um erfolgreichen Fußball zu spielen.“ Wie das Torverhältnis nach der Winterpause beweist: 12:11 in elf Spielen ist alles andere als berauschend.

Für die Lechstädter stehen jetzt noch drei Punktspiele bis zum Saisonende auf dem Programm: Das letzte Heimspiel gegen die „Wundertüte“ 1860 München II (siehe eigenen Bericht) und nach einem spielfreien Wochenende die Auswärtspartien in Garching und Kirchanschöring. Hutterers Zielsetzung ist nach den Niederlagen gegen Hankofen-Hailing und Pullach klar: „Zwei Spiele in Folge verlieren geht gar nicht. Jetzt will ich drei Siege sehen.“

Und was macht die persönliche Zukunft? Der Spielertrainer: „Ich will bleiben, weil ich in Landsberg eine gute Perspektive sehe.“ Auch der TSV will mit Hutterer weitermachen. Es geht offenbar nur noch um Kleinigkeiten. Klar ist allerdings: Die Saison neigt sich dem Ende zu. Irgendwann muss eine Entscheidung fallen …

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